Louvre

    Falsche Tickets? Festnahmen nach Betrugsverdacht im Louvre

    Keystone-SDA
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    Frankreich,

    Die Pariser Justiz hat wegen des Verdachts eines grossangelegten Betrugs mit Eintrittskarten in das berühmte Museum Louvre neun Menschen festgenommen und über 1,4 Millionen Euro beschlagnahmt. Zu den Festgenommenen gehörten Touristenführer, zwei Beschäftigte des Louvre sowie eine Person, die verdächtigt wird, das Netzwerk organisiert zu haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

    ARCHIV - Besucher stehen vor der Glaspyramide im Louvre in einer Schlange. Foto: Thomas Padilla/AP/dpa
    ARCHIV - Besucher stehen vor der Glaspyramide im Louvre in einer Schlange. Foto: Thomas Padilla/AP/dpa - Keystone/AP/Thomas Padilla

    Die Festnahmen erfolgten nach Angaben der Behörde am Dienstag. Am Freitag sollen die Verdächtigen dem Haftrichter vorgeführt werden. Der Betrug soll nach Angaben der Ermittler über zehn Jahre angedauert haben. Der Louvre beziffere den entstandenen Schaden auf über zehn Millionen Euro. Die Summe sollen die Verdächtigten teils in Immobilien sowohl in Frankreich als auch in Dubai investiert haben, so die Staatsanwaltschaft. Ermittlungen zu einem möglichen Ticketbetrug fanden demnach auch im Schloss von Versailles statt.

    Das Museum hatte Ende 2024 selbst bei der Polizei Alarm geschlagen, weil es die Existenz eines Netzwerks vermutete, das einen grossangelegten Betrug organisiert. Die Betrüger sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Gruppenführungen organisiert haben, die die zulässige Höchstzahl von Personen überschritten, und für die zusätzlichen Teilnehmer überhöhte Preise berechnet haben – ausserhalb des offiziellen Ticketverkaufs und zum eigenen Profit. Auch sollen sie Tickets mehrfach verwendet und falsche Tickets verkauft haben. Museumsmitarbeiter sollen Geld dafür erhalten haben, die Gruppen nicht zu kontrollieren.

    Um den mutmasslichen Betrügerring zu überführen, setzten die Fahnder auf Überwachungsmassnahmen und Abhöraktionen, erläuterte die Staatsanwaltschaft. Neben den Festnahmen wurde bei Razzien mehr als 957.000 Euro in bar beschlagnahmt, darunter 67.000 Euro in ausländischer Währung, sowie 486.000 Euro auf verschiedenen Bankkonten.

    Das Museum habe einen Plan zur Betrugsbekämpfung angeschoben, der strengere Kontrollen und technische Massnahmen umfasse, sagte eine Louvre-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

    Der Fall reiht sich in mehrere jüngere Vorfälle am Louvre ein. Im Oktober kam es zu einem spektakulären Einbruch, bei dem acht Kronjuwelen im Wert von 88 Millionen Euro entwendet wurden. Im November musste eine Galerie wegen technischer Schäden geschlossen werden.

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    Kommentare

    User #3892 (nicht angemeldet)

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