Französische Staatsanwaltschaft fordert Busse für Nestlé
Die französische Staatsanwaltschaft fordert in einem Verfahren gegen Nestlé eine Busse von 750'000 Euro und damit die maximal mögliche Strafe. Die Anklage richtet sich gegen den Konzern wegen mutmasslich illegaler Abfallentsorgung nahe Vittel im Département Vosges. Zudem soll Nestlé die betroffenen Standorte sanieren.

Staatsanwalt Amaury Lacôte beantragte am Donnerstag vor dem Strafgericht in Nancy, das Unternehmen schuldig zu sprechen. Dem Konzern wird vorgeworfen, vier illegale Deponien in der Nähe seiner Mineralwasser-Abfüllanlagen betrieben zu haben. Auf den Flächen sollen sich insgesamt mehr als 473'000 Kubikmeter Abfälle befunden haben.
Den Vorwurf einer konkreten Umweltverschmutzung sieht die Anklage hingegen als nicht ausreichend belegt an. Eine Belastung durch Mikroplastik in einer Konzentration mit schädlichen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit habe sich nicht eindeutig nachweisen lassen.














