Unwetter

Unwetter-Fazit: Blitze, Erdrutsch und zahlreiche Feuerwehr-Einsätze

Laurin Zaugg
Laurin Zaugg, Nico Leuthold

Uri,

In grossen Teilen der Schweiz kam es am Dienstag zu Unwettern. Nebst Hagel, Wind und Starkregen gab es an der Axenstrasse im Kanton Uri sogar einen Erdrutsch.

Axenstrasse, Gewitter
Am Dienstagnachmittag kam es in der Schweiz zu heftigen Gewittern. An der Axenstrasse im Kanton Uri kam es zu einem Erdrutsch. - Facebook/@Daniel Müllner, Nau.ch/Nico Leuthold

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Dienstagnachmittag kam es in der Schweiz zu teils heftigen Gewittern.
  • Lokal gab es starke Regenfälle, Sturmböen, Hagel und sogar einen Erdrutsch.
  • Diverse Kantonspolizeistellen berichten von umgestürzten Bäumen und Ästen auf Strassen.

Kurz, aber heftig! Am Dienstagnachmittag zogen Gewitter über die Schweiz. Dabei kam es zu Sturmböen, Hagel, starken Regenfällen und sogar zu einem Erdrutsch. Durch die Gewitter entstanden lokal kleine Schäden.

Die grössten Auswirkungen der Gewitter gab es wohl an der Axenstrasse im Kanton Uri. Aufgrund eines Erdrutsches im Bereich Gumpisch wurde die Strasse vorübergehend gesperrt.

Aus einer Medienmitteilung des Bundesamtes für Strassen geht hervor, dass sich in der Nacht auf Mittwoch Erdrutsch ereignete: «Die Verantwortlichen entschieden daraufhin, die Axenstrasse bis zur Beurteilung der Situation bei Tageslicht geschlossen zu halten.»

An der entsprechenden Stelle befindet sich die Strasse auf provisorischen Stelzen, wie Nau.ch am Mittwochmorgen vor Ort feststellt. Die Geländebewegung hatte deshalb kaum Auswirkungen.

Nach Abschluss der Kontrollen wurde die Strasse am Mittwochmorgen um 8 Uhr wieder geöffnet.

Hagel und geflutete Strassen

Aus verschiedenen Berner Gemeinden tauchten am Dienstagnachmittag Fotos von Hagelkörnern auf. Die grössten erreichten dabei einen Durchmesser von über 2 Centimetern, wie SRF berichtet.

Nebst den Hagelbildern sorgten auch andere Aufnahmen für Staunen. Zahlreiche Strassen wurden durch heftige Regenfälle kurzzeitig geflutet.

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Im Berner Liebefeld hagelt es am Dienstagnachmittag. - Nau.ch

Zwischen Bern und Belp stürzte ein Baum um und blockierte die Strecke. Die dadurch prall gefüllten Busse sorgten für rote Köpfe. Am Bahnhof Bern tropfte es zudem auf Gleis 7/8 von der Decke.

Überflutete Keller und umgestürzte Bäume

Bei der Kantonspolizei Bern gingen knapp zehn Meldungen im Zusammenhang mit dem Unwetter ein. Ausgeschlossen sind dabei Meldungen, die direkt bei der Feuerwehr oder anderen zuständigen Stellen gemeldet wurden, so Mediensprecherin Lisa Schneeberger.

Im Kanton Zug kam es zu überfluteten Kellern, Waschküchen, Büros und Strassenunterführungen, wie die Kapo am Mittwoch mitteilt. Betroffen waren die Gemeinden Baar, Cham, Steinhausen und Hünenberg.

Zudem musste in Baar ein umgestürzter Baum von einer Strasse entfernt werden. Aufgrund einer erheblichen Wasseransammlung in einer Strassenunterführung auf der Autobahn A4 bei Rotkreuz rückte ebenfalls die Feuerwehr aus.

Aktuell sei noch nicht klar, wie hoch der entstandene Sachschaden ist, schreiben die Zuger Strafverfolgungsbehörden in einer Medienmitteilung.

Ein Dutzend Einsätze in St. Gallen

Auch im Kanton St. Gallen kam es zu einigen Einsätzen, wie der Mediensprecher der Kantonspolizei, Simon Anderhalden, bestätigt: «Der Kantonspolizei St. Gallen sind rund ein Dutzend Feuerwehreinsätze wegen Bäumen oder Ästen auf Fahrbahnen oder Wasser in Gebäuden bekannt.»

Am Dienstagabend, kurz nach 17 Uhr, ging bei der Notruf- und Einsatzleitzentrale St. Gallen zudem die Meldung einer brennenden Scheune ein. Als die Einsatzkräfte in Wilen SG eintrafen, war die Scheune in Vollbrand, schreibt die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung.

Die örtliche Feuerwehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen und anschliessend löschen. Es wurden keine Personen oder Tiere verletzt. An der Scheune entstand Sachschaden im Wert von rund 400'000 Franken.

Das Kompetenzzentrum Forensik der Kantonspolizei St.Gallen ermittelt die Brandursache. Aktuell wird von einem Blitzeinschlag als Brandursache ausgegangen.

Gab es bei dir auch starke Gewitter?

Auch im Kanton Thurgau stürzten Bäume um: «Bei der Kantonspolizei Thurgau sind gestern Abend drei Meldungen wegen umgestürzter Bäume eingegangen», so Mediensprecher Matthias Graf.

Kommentare

User #2484 (nicht angemeldet)

und wem dürfen wir derartige naturkatastrophen verdanken? nun, die svp wehrt sich vehement gegen alle massnahmen zum stoppen der treibgas ausstosses.

User #4387 (nicht angemeldet)

Mehr bauen und verdichten hilft bestimmt Überschwemmige zu verhindern. Satire

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