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    Finma fordert Finanzinstitute zum Handeln bei Libor-Ablösung auf

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die Finanzmarktaufsicht Finma ermahnt die Schweizer Finanzinstitute, sich auf den bevorstehenden Wegfall der Libor-Referenzzinsätze vorzubereiten. Sie sollten nun die verbleibende Zeit per Ende 2021 «zielführend nutzen», schreibt die Behörde in einer am Freitag veröffentlichten Aufsichtsmitteilung.

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    Das Logo der Finma. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • «Die Zeit zum Handeln ist jetzt», schreibt die Finma.

    Sie hat nun in der Aufsichtsmitteilung einen konkreten Fahrplan für die Libor-Ablösung publiziert, den sie den Instituten zur Einhaltung empfiehlt. Den Wegfall des Libor erachte sie weiterhin als eines der grössten operationellen Risiken für ihre Beaufsichtigten, betont die Behörde.

    Insgesamt sieht die Finma zwar bereits «wichtige Erfolge in der Ablösung des Libor». Dennoch habe sie noch per Mitte 2020 keine wesentliche Reduktion der an den Libor gebundenen Vertragsvolumen festgestellt, sondern sogar eine Erhöhung.

    Immerhin haben zahlreiche Schweizer Banken im Verlauf des Jahres bereits Saron-Hypotheken anstelle der bisherigen Libor-Hypotheken lanciert. Zudem hat eine nationale Arbeitsgruppe Wegleitungen für die Finanzinstitute für die Ablösung des Franken-Libor durch den neuen Referenzzinssatz Saron (Swiss Average Rate Overnight) publiziert.

    Des weiteren gebe es für die meisten Derivateverträge mit den Rückfalldokumenten der International Swaps and Derivatives Association (ISDA) eine industrieweite Lösung, die auch von mehr als 45 Schweizer Firmen unterzeichnet worden ist, so die Finma. Auch habe die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) habe eine Zusatzvereinbarung für ihren Rahmenvertrag für OTC-Derivate veröffentlicht.

    Die Aufsichtsbehörde will nun auch 2021 die Entwicklung der an den Libor gebundenen Vertragsvolumen «eng überwachen», kündigt sie an. So werde sie weiterhin regelmässig Informationen über die Entwicklung bestehender und neuer Libor-basierter Engagements sowie über den Umgang mit den sogenannten «Tough Legacy» Verträgen sammeln - also Verträgen ohne eine Rückfallklausel bezüglich alternativer Zinssätze wie dem Saron.

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