Fed lässt Zinsen stabil – Trump reagiert genervt

    Melsada Zec-Zejnic
    Melsada Zec-Zejnic

    USA,

    Donald Trump wollte niedrigere Zinsen, doch die Fed bleibt auf Kurs. Angesichts der hohen Inflation entschied sich die US-Notenbank erneut für eine Zinspause.

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    Donald Trump drängt auf niedrigere Zinsen, die Fed hält jedoch an ihrem Kurs fest. (Archivbild) - keystone

    Der neue Fed-Chef Kevin Warsh liefert Donald Trump nicht die gewünschte Zinssenkung. Der Zentralbankrat stimmte angesichts der erhöhten Inflation geschlossen für eine erneute Zinspause, berichtet «Zeit».

    Damit bleibt die Spanne zum vierten Mal in diesem Jahr bei 3,5 bis 3,75 Prozent. US-Präsident Donald Trump hatte sich zuvor für Zinssenkungen ausgesprochen, erhielt diese jedoch nicht.

    Auf Reporterfragen antwortete Trump kurz angebunden: «Mir egal». Warsh sei «ein sehr guter Mann», er werde es schon richten, sagt der Präsident laut «n-tv».

    Inflation in den USA steigt auf Drei-Jahres-Hoch

    Die Inflationsrate in den USA stieg im Mai auf 4,2 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit rund drei Jahren. Als wichtiger Treiber sind laut «The Guardian» die deutlich gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Konflikts.

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    Hohe Öl- und Benzinpreise treiben die Teuerung weiter an. (Archivbild) - sda

    Die Einschränkungen im Ölhandel belasteten das weltweite Energieangebot und liessen die Preise für Öl und Gas steigen, so «The Guardian». Unternehmen mussten dadurch mit höheren Energiekosten kalkulieren, was den Inflationsdruck zusätzlich verstärkte.

    Für Energie musste im Mai 23,5 Prozent mehr gezahlt werden als vor einem Jahr, berichtet «Investing.com». Besonders stark verteuerte sich Kraftstoff um etwa 40 Prozent.

    Trump sieht Wirtschaft durch hohe Zinsen belastet

    Nach der Entscheidung der US-Notenbank zeigte sich Donald Trump zwar zunächst gelassen, schreibt «Investing.com». Auf die Aussicht einer möglicherweise strafferen Geldpolitik reagierte er jedoch verärgert und erklärte, dies ziehe das Land nur nach unten.

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    Warsh betont die Unabhängigkeit der Fed, während Trump weiterhin deutlich niedrigere Zinsen fordert. (Archivbild) - keystone

    Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, hält laut «Investing.com» eine Zinserhöhung inzwischen für wahrscheinlicher. Zugleich betonte er, dass ein solcher Schritt keineswegs in Stein gemeisselt sei.

    Bernd Weidensteiner vom Commerzbank hält einen solchen Schritt weiter für unwahrscheinlich. Für Warsh stünde die Preisstabilität an erster Stelle, kommentiert der Experte.

    Fed-Mitglieder erwarten überwiegend keine Zinssenkung

    Mittelfristig könnte sich das Verhältnis zwischen Kevin Warsh und Donald Trump laut «Investing.com» deutlich abkühlen. Das gilt insbesondere dann, wenn Warsh die von Trump geforderten Zinssenkungen nicht umsetzt.

    Hat die Fed mit ihrer Zinspause richtig entschieden?

    Niedrigere Zinsen würden die Wirtschaft ankurbeln und den Immobilienkauf erleichtern. Allerdings geht eine Zinssenkung auch mit der Gefahr einher, die Inflation weiter anzuheizen, wie «n-tv» erklärt.

    Neun der 18 Fed-Mitglieder stellten mindestens eine Zinserhöhung in Aussicht, nur ein Mitglied erwartet eine Senkung. Kevin Warsh beteiligte sich nicht an den Prognosen und erwägt stattdessen neue Datenquellen aus dem Privatsektor, so «Investing.com».

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    Kommentare

    User #1168 (nicht angemeldet)

    Er wollte sich doch raushalten, ach ja stimmt, das war ja gestern.

    User #2629 (nicht angemeldet)

    Was schon wieder nen Fehlgriff getan, dass ist aber auch ärgerlich, ist es aber auch, oder nich?

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