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    EZB-Vertreter warnen vor Unsicherheit bei Inflationsprognosen

    Keystone-SDA
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    Italien,

    In den Reihen der Europäischen Zentralbank werden erneut Warnungen vor einer länger anhaltenden hohen Inflation laut. Die EZB-Prognose, dass die Teuerungsrate 2023 wieder unter zwei Prozent fallen werde, könne etwas zu rosig sein, sagte der niederländische Notenbankchef Klaas Knot in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der Zeitung «Trouw».

    christine lagarde
    Die Europäische Zentralbank (EZB). - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • «Ich habe eine andere Meinung, ich denke, die Chance, dass wir über zwei Prozent bleiben, ist genauso gross.» Nicht weit über zwei Prozent, aber dennoch darüber«, sagte der EZB-Ratsvertreter.

    Sein italienischer Kollege Ignazio Visco verwies ebenfalls auf Unsicherheiten bei den Inflationsprognosen. Allerdigs sei die Erwartung, dass die Inflation in der Eurozone 2023 und 2024 wieder unter der EZB-Zielmarke von zwei Prozent liege, nicht nur mit Aufwärts- sondern auch mit Abwärtsrisiken behaftet, sagte er der italienischen Zeitung «La Stampa». So seien die wirtschaftlichen Auswirkungen der neuen Coronavirus-Variante Omikron noch unklar.

    Unter anderem die deutsche EZB-Direktorin Isabel Schnabel und der spanische EZB-Vizechef Luis de Guindos hatten zuletzt auf Unsicherheiten bei den Inflationsprognosen verwiesen. Die EZB hat kürzlich ihre Inflationsprognose für das kommende Jahr auf im Durchschnitt 3,2 Prozent angehoben und damit fast verdoppelt. Sie soll sich aber sich im Laufe des Jahres abschwächen.

    Für das zu Ende gehende Jahr wird im Schnitt eine Inflationsrate von 2,6 erwartet. 2023 soll die Teuerungsrate dann auf 1,8 fallen und 2024 auf diesem Niveau bleiben.

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