EZB

EZB-Direktorin stellt weitere Zinserhöhungen in Aussicht

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Deutschland,

EZB-Direktorin Isabel Schnabel stellt weitere Leitzinserhöhungen im Euroraum in Aussicht. «Um die Inflation mittelfristig wieder auf unseren Zielwert von zwei Prozent zurückzubringen, werden wir aus heutiger Sicht die Zinsen weiter anheben müssen», sagte Schnabel der Wochenzeitung «DIE ZEIT». Das Ausmass und der Zeitpunkt weiterer Schritte hingen jedoch davon ab, wie sich der Konflikt im Nahen Osten, die Wirtschaft und die Inflation entwickelten.

Der Abend in Frankfurt am Main
In einem oberen Stockwerk der Europäischen Zentralbank (EZB) ist ein Bürotrakt nach Sonnenuntergang beleuchtet. (Symbolbild) - dpa

Schnabel machte zugleich deutlich, dass die jüngste Waffenruhe im Nahen Osten aus Sicht der Europäischen Zentralbank keine grundsätzliche Entwarnung bedeute, obwohl die Energiepreise wegen des vorläufigen Friedensabkommens gesunken seien.

Die jüngste Zinserhöhung der EZB, die im Juni erstmals seit fast drei Jahren die Leitzinsen erhöht hatte, verteidigte Schnabel. Der Schritt sei richtig gewesen, auch bei einer raschen Normalisierung der Ölpreise. Ohne Straffung würde die Inflation mittelfristig oberhalb des EZB-Ziels von zwei Prozent liegen, sagte sie.

Bisher gebe es zwar «noch keinen Hinweis darauf, dass sich das Lohnwachstum beschleunigt oder die Menschen eine langfristig höhere Inflation erwarten», sagte die EZB-Direktorin. «Aber die Erinnerung an die Hochinflationsphase ist noch frisch, daher muss man davon ausgehen, dass die Erwartungen heute stärker auf einen Inflationsanstieg reagieren.»

Die EZB rechnet wegen des Iran-Kriegs mit mehr Inflation und weniger Wachstum im Euroraum. Im wahrscheinlichsten Szenario erwartet die Notenbank für dieses Jahr eine Inflationsrate von 3,0 Prozent. Die zwischenzeitlich stark gestiegenen Ölpreise haben die Inflation im Euroraum im Mai auf 3,2 Prozent hochgetrieben.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #1447 (nicht angemeldet)

Es trifft wieder den kleinen Bürger und die grossen profitieren. Es ist ein Teufelssystem wort, wörtlich. Eine frage existiert, wielange soll das noch so weitergehen? Sozial ist an diesem System nichts und war es auch noch nie, weil die Herrscher wollten ihre Entwicklung haben und ihre Tunnels quer durch die Welt und deshalb liessen sie die Bürger gewähren aber die zentralen Tunnels scheinen fertiggestellt zu sein und jetzt ist auch Schluss mit irgendeiner angeblichen sozialen Ader. Der Mensch hat noch nie etwas dem anderen Menschen gegönnt und wenn er etwas gibt, ist es aus Eigenliebe und das Ende vom Lied war viel Leid.

User #3649 (nicht angemeldet)

Die EU Bürger trifft schon wieder der Hammer und der Konsum witd abgewürgt!

Weiterlesen

landwirt
6 Interaktionen
Teuer!
Entlastungsdienst
11 Interaktionen
Pflegende Angehörige

MEHR IN NEWS

Waldbrand Spanien
Huelva
Biel-Benken BL
Biel-Benken BL
dolphin shanghai
1 Interaktionen
Unwetter in China

MEHR EZB

ezb
4 Interaktionen
Leitzinse
Der Abend in Frankfurt am Main
Keine Anhebung
19 Interaktionen
Paris
Frankfurt/Main

MEHR AUS DEUTSCHLAND

Polizei Deutschland
3 Interaktionen
Berlin
Drohne
2 Interaktionen
Deutschland
Weinendes Kind
Via Internet
Brenda Brinkmann
Nach Eklat