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    EZB erhöht Zinsen wegen neuem Inflationsschub

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Deutschland,

    Die EZB erhöht den Einlagenzins auf 2,5 Prozent und reagiert damit auf steigende Energiepreise und anhaltend hohe Inflation.

    EZB
    Die EZB rechnet auch in den kommenden Jahren mit einer erhöhten Inflation. (Archivbild) - keystone

    Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht ihren Einlagenzins zum zweiten Mal in diesem Jahr. Der für Banken und Sparer wichtige Zinssatz steigt von 2,25 auf 2,5 Prozent.

    Der EZB-Rat fasste den Beschluss bei seiner Sitzung in Berlin. Wie die «WirtschaftsWoche» berichtet, tagte das Gremium ausnahmsweise ausserhalb des EZB-Sitzes in Frankfurt.

    Die Notenbank begründet den Zinsschritt mit dem anhaltenden Inflationsdruck infolge des Konflikts im Nahen Osten. Die Inflation dürfte nach Einschätzung der EZB längere Zeit deutlich über ihrem Zielwert bleiben.

    Energiepreise treiben die Inflation

    Im August lagen die Verbraucherpreise im Euroraum 3,3 Prozent über dem Vorjahresmonat. Laut der «WirtschaftsWoche» war dies die höchste Teuerungsrate seit September 2023.

    Damit liegt die Inflation deutlich über dem mittelfristigen EZB-Ziel von zwei Prozent. In Deutschland stieg die Teuerungsrate im August wegen höherer Energiepreise auf 2,9 Prozent.

    Soll die EZB die Zinsen weiter erhöhen?

    Die gestiegenen Preise für Rohöl, Gas und Heizenergie erhöhen den Kostendruck für Verbraucher und Unternehmen. Die «Swissinfo» berichtet, dass die seit Monaten faktisch blockierte Strasse von Hormus die Rohölpreise deutlich steigen liess.

    Höhere Zinsen haben Folgen

    Mit höheren Leitzinsen verteuern sich Kredite für Verbraucher und Unternehmen. Dadurch kann die Nachfrage gebremst und der Inflationsdruck gedämpft werden.

    Gleichzeitig sind steigende Zinsen eine Belastung für Investitionen von Privathaushalten und Firmen. Sparer können profitieren, wenn Banken die höheren Zinsen an ihre Kunden weitergeben.

    Laut der «Welt» sind bei befristeten Tagesgeldangeboten inzwischen mehr als vier Prozent möglich. Bei zweijährigen Festgeldanlagen lagen die durchschnittlichen Zinsen zuletzt bei rund 2,55 Prozent.

    Immobilienkredite werden teurer

    Auch Immobilienkäufer und Bauherren sind von höheren Finanzierungskosten betroffen. Nach Angaben der «WirtschaftsWoche» sind die Effektivzinsen für Immobilienkredite mit zehnjähriger Zinsbindung auf rund 4,2 Prozent gestiegen.

    Die Bauzinsen orientieren sich allerdings nicht unmittelbar am Leitzins der Europäischen Zentralbank. Entscheidend sind auch die Entwicklungen an den Kapitalmärkten.

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    Die EZB sieht die Inflation auch in den kommenden Jahren über ihrem Zielwert. (Archivbild) - keystone

    Die EZB sieht weitere Risiken durch anhaltend hohe Energiepreise. Teurer Transport und höhere Kosten für die Kühlung von Lebensmitteln könnten weitere Preissteigerungen auslösen.

    EZB rechnet mit anhaltend hoher Inflation

    Zusätzlich fürchtet die Notenbank sogenannte Zweitrundeneffekte, weil stark steigende Löhne den Preisdruck weiter verstärken könnten. Der «Welt» zufolge erwartet die EZB für 2026 eine Inflationsrate von drei Prozent.

    Für 2027 rechnet die Notenbank mit 2,5 Prozent, während sie für 2028 noch 2,1 Prozent erwartet. Bereits im Juni hatte die EZB erstmals seit fast drei Jahren die Leitzinsen erhöht.

    Mit dem aktuellen Zinsschritt will die Notenbank einer erneuten Preiswelle im Euroraum entgegenwirken. Volkswirte halten eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr inzwischen für wahrscheinlicher, einen Automatismus gibt es jedoch nicht.

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    Kommentare

    User #4317 (nicht angemeldet)

    Alles nur, weil gewisse Kreise nicht willens sind, sich von den fossilen Energien zu verabschieden.

    User #633 (nicht angemeldet)

    Der Dollar wird nochmals um 30-50% fallen. Die USA müssen die Schulden verbilligen. Das führt dazu, das der EUR Raum höhere Schulden anhäufen wird……. Ihr steht erst am Anfang der Krise……..

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