Der frühere Astronaut Thomas Reiter erwartet auch nach einem Ausstieg Russlands aus der Internationalen Raumstation ISS, dass der Betrieb weitergehen kann.
Internationale Raumfstation ISS
Internationale Raumfstation ISS - NASA/AFP/Archiv

Einerseits sei es zwar «furchtbar», wenn sich ein grosser Partner aus dem grossen Projekt herauslöse, sagte Reiter am Samstag im Bayerischen Rundfunk. Andererseits sei es «sicherlich nicht unmöglich, die Station auch ohne das russische Segment weiterzubetreiben».

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos hatte am Dienstag angekündigt, dass sich Russland nach dem Jahr 2024 nicht mehr am Betrieb der ISS beteiligen werde. Roskosmos-Chef Juri Borissow sagte, er gehe davon aus, «dass wir zu diesem Zeitpunkt mit dem Aufbau einer russischen Raumstation beginnen werden».

Reiter bedauerte die Ankündigung. Er halte Spekulationen, dass Russland Teile abdocken und für eine neue Station verwenden könnte, für «unwahrscheinlich». Falls Russland sein Segment stilllege, gebe es Möglichkeiten, um das westliche Segment mit dem europäischen Columbus-Modul, den amerikanischen und japanischen Modulen weiterzubetreiben und für die Forschung zu nutzen.

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