Europäisches Zahlungssystem-Projekt EPI meldet Fortschritte

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Deutschland,

    Die von Banken angestossene europäischen Zahlungssystem-Initiative EPI kommt langsam voran. Bis zum Jahresende werde jeder Anteilseigner jetzt seine Entscheidungsprozesse abschliessen, kündigte die EPI am Dienstag auf ihrer Webseite mit.

    deutsche bank
    Ein Hochhaus der Deutschen Bank. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bis dahin werde auch die Liste der Anteilseigner an der EPI Holding Company bekannt sein.

    Zu Investitionen und anderen finanziellen Aspekten des Projekts gab es allerdings keine Informationen. Am Montagabend hatte es ein Treffen der zuletzt 31 unterstützenden Banken und Zahlungsdienstleister gegeben.

    Zur EPI gehören Branchengrössen wie die Deutsche Bank und die Commerzbank sowie ING aus den Niederlanden, Santander aus Spanien, Unicredit aus Italien und BNP Paribas aus Frankreich. Auch bei der genossenschaftliche Finanzgruppe, zu der unter anderem Volks- und Raiffeisenbanken und die DZ Bank gehören, wurde einem Insider zufolge inzwischen grünes Licht für die Fortsetzung des Projekts gegeben. Die Bundesbank hatte am Montag noch einmal zum Ausdruck gebracht, dass sie dem EPI-Vorhaben positiv gegenüber steht.

    «Mit der aktuellen Entscheidung des EPI-Boards ist ein weiterer Zwischenschritt für den Aufbau eines pan-europäischen Bezahlsystems erreicht», erklärte Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Nun komme es darauf an, dass im EPI-Projekt die verschiedenen Arbeitspakete konsequent voranschreiten. «Wichtig bleibt, dass sich in Europa ausreichend Länder EPI anschliessen.»

    Mit dem Projekt soll Europa unabhängiger von ausländischen Zahlungsdienstleistern werden. Bei Kreditkarten sind die US-Konzerne Mastercard und Visa in Europa dominierend. Aber auch bei digitalen Zahlungen ist der Markt stark geprägt von US-Anbietern wie Apple Pay und oder Paypal. Erst vor kurzem hatten sich sieben EU-Länder, darunter Deutschland, Frankreich, Spanien und die Niederlande, in einem Positionspapier hinter die Initiative gestellt. Die Zeit sei gekommen für europäische Lösungen. Den grössten Nutzen könne EPI bei einer europaweiten Verbreitung stiften.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Campingfeuer Bella Italia
    4 Interaktionen
    «Fire!»
    Dealer
    15 Interaktionen
    Zu lange Knast

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    44 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    1 Interaktionen
    Preisexplosion
    Flydubai
    2 Interaktionen
    Flydubai-Drama
    Ostschweizer Kantonsrat will heimliche Kameras auf Nase stoppen
    4 Interaktionen
    Smart Glasses

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Oktoberfest 2026
    Rekord
    Oktoberfest
    Tragischer Unfall
    schokolade
    241 Interaktionen
    Wie geht das?
    Merz weidel
    121 Interaktionen
    Neue Umfrage