EU-Wettbewerbsermittler durchsuchten deutsche Gazprom-Büros
Kartellermittler der Europäischen Union haben nach übereinstimmenden Angaben aus EU-Kreisen die deutschen Büros des russischen Energieriesen Gazprom durchsucht.

Das Wichtigste in Kürze
- Verdacht auf wettbewerbswidrige Praktiken angesichts hoher Gaspreise.
Hintergrund ist demnach der Verdacht, dass es einen Verstoss gegen die Wettbewerbsregeln gegeben haben könnte, um die Preise in die Höhe zu treiben. Die EU-Kommission teilte am Donnerstag mit, dass es am Dienstag «unangekündigte Inspektionen in den Räumlichkeiten mehrerer Unternehmen in Deutschland» gegeben habe, die «in der Lieferung, Übertragung und Speicherung von Erdgas tätig sind».
Unterstützt worden seien die Brüsseler Ermittler von den deutschen Wettbewerbsbehörden, teilte die EU-Kommission weiter mit. Hintergrund ist demnach, dass es die Sorge gebe, «dass die geprüften Unternehmen möglicherweise gegen die EU-Wettbewerbsregeln verstossen haben, die den Missbrauch einer beherrschenden Stellung verbieten». Die EU-Kommission fügte hinzu, dass unangekündigte Inspektionen «ein vorläufiger Ermittlungsschritt bei Verdacht auf wettbewerbswidrige Praktiken» seien.














