EU

    EU verhängt 200-Millionen-Strafe gegen Temu

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Belgien,

    Temu EU gerät unter Druck: Die EU-Kommission verhängt 200 Millionen Euro Strafe gegen den chinesischen Onlinehändler.

    Temu EU
    Der Onlinehändler Temu steht wegen mutmasslich unsicherer Produkte zunehmend unter Druck der EU-Behörden. (Archivbild) - keystone

    Die EU-Kommission hat gegen den Online-Marktplatz Temu eine Strafe von 200 Millionen Euro verhängt. Die Behörde wirft dem Unternehmen laut der «ZDFheute» schwere Verstösse gegen europäisches Digitalrecht vor.

    Nach Angaben der Kommission habe Temu Risiken für Verbraucher unzureichend bewertet. Dadurch seien auf der Plattform vermehrt illegale und gefährliche Produkte angeboten worden, wie die «Zeit» schreibt.

    Besonders kritisch bewertet Brüssel den Umgang mit Produktsicherheit und Verbraucherschutz. Testkäufe hätten dem «Stern» zufolge erhebliche Mängel bei Ladegeräten und Babyspielzeug gezeigt.

    Gefährliche Produkte im Fokus

    Viele getestete Ladegeräte bestanden grundlegende Sicherheitsprüfungen laut EU-Kommission nicht. Bei mehreren Spielzeugen seien zudem Chemikalien-Grenzwerte überschritten worden.

    Hast du schon einmal etwas über Temu bestellt?

    Die Behörde warnte ausserdem vor Erstickungsgefahr durch leicht lösbare Kleinteile bei Spielwaren. Temus Risikoberichte hätten diese Gefahren laut Brüssel deutlich unterschätzt, wie die «Zeit» berichtet.

    EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen kritisierte der «ZDFheute» zufolge die Bewertungen des Unternehmens deutlich. Die Analysen seien zu allgemein formuliert und nicht ausreichend mit Belegen gestützt.

    Druck auf chinesische Plattformen wächst

    Temu zählt inzwischen rund 130 Millionen Nutzerinnen und Nutzer in Europa. Nach Ansicht der EU könnten dadurch Millionen Verbraucher gefährliche Produkte erreichen.

    Die Kommission bemängelte zudem Temus Empfehlungssysteme und Werbemechanismen auf der Plattform. Auch Influencer-Marketing könne die Verbreitung problematischer Produkte zusätzlich verstärken, wie die «Zeit» weiter berichtet.

    Temu erklärte, die Strafe sei unverhältnismässig und entspreche nicht dem aktuellen Stand. Das Unternehmen kündigte laut dem «Stern» dennoch weitere Zusammenarbeit mit den europäischen Behörden an.

    Weitere Verfahren gegen Temu möglich

    Temu muss nun konkrete Verbesserungen bei Kontrollen und Risikobewertungen nachweisen. Andernfalls drohen der «ZDFheute» zufolge zusätzliche tägliche Strafzahlungen durch die EU-Kommission.

    Parallel untersucht Brüssel weitere mögliche Verstösse des Unternehmens gegen europäisches Recht. Dabei geht es unter anderem um Datenzugänge und den Umgang mit illegalen Angeboten, wie die «Zeit» schreibt.

    Temu EU
    Die EU belegt den chinesischen Onlinehändler Temu mit einer Millionenstrafe. (Symbolbild) - keystone

    Auch andere chinesische Plattformen wie Shein und AliExpress stehen derzeit im Fokus der Behörden. Die EU verschärft laut dem «Stern» damit ihren Kurs gegenüber grossen Onlinehändlern aus Fernost.

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    Kommentare

    User #3492 (nicht angemeldet)

    Die halbe Schweiz hat schon Waren aus China in den Läden.Aber der grösste Schock sind die Dörrbohnen im Coop.

    User #4838 (nicht angemeldet)

    Es ist das Dümste was gemacht wurde. Nicht mal Herr Trump würde das machen... Nur Bürgerliche Eitelkeit kann so was Ausführen.....

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