EU

EU-Kommission erlaubt Milliarden für Leag-Kohleausstieg

Keystone-SDA
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Belgien,

Die EU-Kommission billigt eine Milliardensumme zur Entschädigung des Energiekonzerns Leag.

Leag
Wasserdampf steigt aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (Leag). (Symbolbild) - dpa

Die deutsche Bundesregierung darf den Energiekonzern Leag für dessen Kohleausstieg mit einer Milliardensumme entschädigen. Die EU-Kommission sieht in der Förderung in Höhe von bis zu 1,75 Milliarden Euro keinen Verstoss gegen EU-Beihilferegeln, wie die Behörde in Brüssel mitteilte. Vor zwei Jahren hatte sie bereits eine ähnliche Zahlung an RWE genehmigt.

Die Beihilfe entschädige für die vorzeitige Stilllegung von Braunkohlekraftwerken, so die Kommission. Deutschland hatte die geplante Entschädigung 2021 bei der Kommission angemeldet. Bereits 2024 hatte das Bundeswirtschaftsministerium mitgeteilt, dass die Kommission die Beihilfe genehmigen werde.

Konkrete Kosten und Bedingungen

Konkret geht es um 1,2 Milliarden Euro an «Fixkosten» für Tagebaufolgekosten – also vor allem Rekultivierungskosten – sowie Sozialkosten wie Sozialvereinbarungen.

Das passiert unabhängig davon, wann die Leag (Lausitz Energie Kraftwerke AG) wirklich aus der Kohleverstromung aussteigt. Der Rest von bis zu 550 Millionen Euro ist laut Angaben des Wirtschaftsministeriums von 2024 an Voraussetzungen gebunden.

Dieser werde dann berücksichtigt, wenn sich bestätigt, dass die Kraftwerke der Leag auch über die im Gesetz zur Beendigung der Kohleverstromung vorgesehenen Stilllegungsdaten hinaus wirtschaftlich gewesen wären und der Leag somit aufgrund der gesetzlichen Ausstiegsregelung Gewinne entgehen.

EU-Kommission: Massnahme ist angemessen

Die EU-Kommission kam nun zu dem Schluss, dass die Massnahme angemessen und verhältnismässig sei und sich auf das erforderliche Minimum beschränke. Wenn ein Land in der EU Firmen mit Staatsgeld unterstützen will, muss es sich an strenge Regeln halten. Über die Einhaltung wacht die EU-Kommission.

Insgesamt geht es bei der Staatshilfe um 4,35 Milliarden Euro für zwei Betreiber. Bereits 2023 genehmigte die Kommission 2,6 Milliarden Euro für die RWE-Braunkohleanlagen im Rheinland.

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Kommentare

User #2008 (nicht angemeldet)

Schweizer hüte dich vor dem Rahmenvertrag der EU

User #4701 (nicht angemeldet)

Dafür baut Chinas Kriegswirtschaft fleissig Kohlekraftwerke, was alle Massnahmen der hiesigen Klimasekten zu nichte macht

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