Der Dow Jones Industrial Average hat sich nach vielen Verlusten wieder ein wenig erholt. Am Montag ging er um 1,98 Prozent höher aus dem Handel.
dow jones industrial average
Der Dow Jones Industrial Average, der Börsenindex der Wall Street. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • An der Wall Street in New York herrschte am Montag gute Stimmung.
  • Die Gewinne der US-Börsen wurden im Handelsverlauf ausgebaut.
  • Der Dow Jones Industrial Average ist wieder im Aufschwung.

Entspannungssignale im Handelsstreit mit China und ein starker Bankensektor haben an der Wall Street am Montag für gute Stimmung gesorgt. Nach einer verlustreichen Woche bauten die US-Börsen ihre Gewinne im Handelsverlauf aus. Der Leitindex Dow Jones Industrial Average ging 1,98 Prozent höher bei 31'880,24 Punkten aus dem Handel.

In der vergangenen Woche war er um 2,9 Prozent gefallen. Der marktbreite S&P 500 kletterte um 1,86 Prozent auf 3973,75 Zähler. Ins Plus drehte auch der technologielastige Nasdaq 100.

Er legte um 1,68 Prozent auf 12'034,28 Punkte zu. «Trotz Lockdown-Angst nach Rekord-Infektionszahlen in Peking startet die Woche mit Risikofreude», schrieb die Landesbank BayernLB.

Dass die US-Regierung angesichts der hohen Inflationsrate erwägt, manche Strafzölle auf Importe aus China wieder abzuschaffen, werteten Experten als Kursstütze. Anleger sähen darin eine mögliche Deeskalation des Handelskriegs zwischen den beiden Wirtschafts-Supermächten, kommentierte der Börsianer Pierre Veyret vom Broker ActivTrades.

Aufschwung von Dow Jones Industrial Average nicht unerwartet

Für manche Branchenkenner kommt der Aufschwung nicht überraschend. «Eine ökonomische Abschwächung ist offensichtlich. Es bleibt die Frage offen, ob es sich um eine zyklische Abkühlung handelt oder um eine Rezession.» Das schrieb Analyst Marko Kolanovic von JPMorgan.

Märkte preisten zunehmend eine Rezession ein, doch die ökonomischen Daten deuteten eher nicht darauf hin.

Wie bereits auf den europäischen Handelsplätzen war der Bankensektor der Gewinner des Tages. Optimismus machte sich beim Dow-Mitglied JPMorgan breit, dessen Papiere an der Index-Spitze um gut sechs Prozent anzogen. Die Bank rechnet mit Aktien und Anleihen mit einem diesjährigen Zinsüberschuss von mehr als 56 Milliarden US-Dollar.

Walmart-Papiere im Plus von drei Prozent

Im Kielwasser verzeichneten auch andere Finanzwerte deutliche Gewinne. Citigroup und die Bank of America Gewinne von jeweils rund sechs Prozent. Die Anteilsscheine von Goldman Sachs legten um 3,2 Prozent zu, die Papiere von American Express um 3,8 Prozent.

Nach der katastrophalen Woche für Einzelhändler griffen nun die Schnäppchenjäger zu. Ross Stores, die am Freitag mit einer Gewinnwarnung ihre Anleger verprellten, legten um knapp zehn Prozent zu. Die Papiere von Walmart erholten sich mit einem Plus von knapp drei Prozent.

Der Euro profitierte von der Aussicht auf ein Ende der Negativzinsen im Euroraum. Nach US-Börsenschluss kostete die Gemeinschaftswährung 1,0686 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0659 (Freitag: 1,0577) Dollar festgesetzt, der Dollar hat damit 0,9382 (0,9455) Euro gekostet.

Mehr zum Thema:

EZB Negativzinsen Goldman Sachs Regierung Citigroup JPMorgan Handel Dollar Angst Daten Euro Wall Street