Jeder vierte Angestellte in der Gastronomie macht Kurzarbeit. Die Prognosen für von der Corona-Krise gebeutelten Branchen sind schlecht.
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Seit Mitte März sind Schweizer Restaurants zu. Schuld daran ist die Corona-Pandemie. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Bisher wurde für über 300'000 Angestellte Kurzarbeit beantragt.
  • In der Gastronomie machen 26 Prozent der Angestellten Kurzarbeit.

Kurzarbeit ist aktuell das Mittel, um die Wirtschaft während der Corona-Krise zu stützen. Und es wird genutzt, wie Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco zeigen: Für bereits 315'000 Angestellte wurde Kurzarbeit beantragt. Das sind über 6 Prozent aller Beschäftigten in der Schweiz.

21'000 Betriebe haben im März Gesuche (Stand Montag) für Kurzarbeit gestellt. Zum Vergleich: Während der Finanzkrise 2008 waren es 5000 Betriebe, von der Massnahme betroffen waren 92'000 Arbeitnehmende.

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In der Gastronomie werden diese Tage besonders viele Arbeitslose verzeichnet. - Keystone

Natürlich gibt es Unterschiede nach Branchen: Für 26 Prozent aller Angestellten in der Gastronomie wurde Kurzarbeit beantragt. In der Kunst- und Kultur-Branche sind 16 Prozent aller Arbeitnehmer in der Schweiz betroffen, im Bereich Logistik sind es 12 Prozent, im Handel 7 Prozent und im Bau 6 Prozent.

Im zweiten Halbjahr geht es aufwärts

Und wie geht es weiter? Experten schätzen, dass während der Corona-Krise in der Schweiz bis 400'000 Arbeitnehmer Kurzarbeit machen werden. Erwartet wird, dass sich die Lage während der zweiten Jahreshälfte wieder beruhigt.

Die Massnahmen, um das Coronavirus einzudämmen, treffen die Schweizer Wirtschaft hart. Die UBS hat verschiedene Szenarien gerechnet. So oder so erwartet die Grossbank ein negatives Wachstum. Je nach Entwicklung rechnen die Ökonomen des Geldhauses mit einem BIP-Wachstum von -1,3 Prozent bis -3 Prozent.

UBS Geld
So geben Schweizer ihr Geld aus. - UBS, BFS

Davon betroffen sind nicht alle Branchen. UBS-Analysten glauben, dass die Bereiche Wohnen (etwa Immobilienfirmen) und Energie keine grosse Einbussen verzeichnen dürften. Diese machen rund 20 Prozent aller Ausgaben der Schweizer Bevölkerung aus.

Auch für Nahrungsmittel dürften Konsumenten nicht weniger Geld ausgeben. Die Gesundheits- und Staatsausgaben dürfen laut UBS gar zunehmen.

Schweizer geben bis 20 Prozent weniger aus

Mit einem starken Verlust rechnen die Ökonomen hingegen bei den Umsätzen der Restaurants und Hotels wie in den Bereichen bei Freizeit und Kultur. «Solange die sehr strikten Massnahmen in Kraft sind, könnten die Konsumausgaben um 15 bis 20 Prozent zurückgehen.»

In Bereichen, wo besonders starke Einbussen erwartet werden, sind viele KMU, Mikro- und Einzelunternehmen tätig. Ein Kredit-Paket von 20 Milliarden Franken soll betroffene Firmen vor einem allfälligen Konkurs retten. Details präsentiert der Bundesrat morgen, vom Bund gebürgte Kredite geben Banken ab Donnerstag aus.

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