Devisen: Dollar bleibt unter Druck - neues Rekordtief zum Franken
Der Dollar hat über das Wochenende deutlich an Wert eingebüsst und sich am Montag weiter abgeschwächt. Kurzfristig haben sowohl Dollar als auch Euro zum Franken neue Tiefstwerte markiert. Grund dafür ist die anhaltend hohe Verunsicherung an den Märkten, die auch den Edelmetallen Gold und Silber zu immer höheren Kursen verhilft.

Aktuell kostet der Dollar 0,7751 Franken. Das ist leicht über dem Rekordtief von 0,7744 Franken. Noch am Freitagabend wurde der Greenback klar über 78 Rappen gehandelt.
Derweil hat auch der Euro zum Franken nachgegeben. Aktuell wird er zu 0,9209 Franken gehandelt, nach 0,9220 am Morgen und fast 93 Rappen vor dem Wochenende. Kurzzeitig notierte der Euro mit 0,9196 ebenfalls auf einem Tief. Damit haben beide Währungen zum Franken, wenn man die Kursturbulenzen rund um die Einführung bzw. die Aufhebung des Euromindestkurses ausklammert – neue Tiefstwerte verbucht. Derweil kostet der Euro derzeit mit 1,1881 Dollar nach 1,1859 am Morgen so viel wie seit Sommer 2021 nicht mehr.
Grund dafür ist vor allem eine ausgemachte Dollarschwäche. Diese gründet laut Händlern auf der anhaltenden Verunsicherung im Zusammenhang mit den geopolitischen Spannungen, der unberechenbaren US-Politik und der hohen Staatsverschuldung der USA. Dazu kommen die Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed. Ausserdem haben die US-Treasury-Bonds, einstmals eines der sichersten Assets, viel von ihrem Glanz verloren.
Mit Spannung warteten die Marktteilnehmer nun auf den Mittwochabend, wenn die US-Notenbank Fed ihre Zinsentscheidung veröffentlichen wird. Allerdings rechnen Experten (noch) nicht mit einer Zinssenkung. Viel wichtiger sei jedoch die immer noch offene Frage nach dem nächsten Fed-Chef. Die Amtszeit von Jerome Powell, der unter starkem Druck von US-Präsident Donald Trump steht, endet bekanntlich im Mai.










