China nimmt Entschuldigung von On-Markenbotschafter Mbappé «ernst»
China hat am Mittwoch erklärt, die Entschuldigung des französischen Fussballstars und On-Markenbotschafters Kylian Mbappé nach dessen Äusserungen über den früheren chinesischen Staatschef Mao Zedong «ernst» zu nehmen. «Wir nehmen die Entschuldigung der betreffenden Person ernst», sagte der Sprecher des chinesischen Aussenministeriums, Guo Jiakun, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Mbappé hatte in einem Podcast über ein im Internet verbreitetes Scherzbild gesprochen, auf dem sein Gesicht auf den Körper von Mao Zedong montiert worden war. Dabei bezeichnete er den abgebildeten Mann, ohne ihn namentlich zu nennen, als «chinesischen Diktator». Die Äusserung löste in China heftige Kritik aus.
Drei grosse chinesische Unternehmen, darunter der Getränkehersteller Dongpeng und der Milchkonzern Mengniu, kündigten daraufhin ihre Zusammenarbeit mit dem Fussballstar auf. Zudem setzte das chinesische Staatsfernsehen die Übertragung von Spielen der spanischen Fussballliga aus.
Mbappé entschuldigte sich am Dienstag für seine Äusserungen. Die Kritik in den chinesischen sozialen Netzwerken hielt allerdings auch am Mittwoch an.
Die Affäre betrifft auch den Schweizer Sportschuhhersteller On. Erst im September hatte das Unternehmen den Stürmer von Real Madrid als globalen Markenbotschafter verpflichtet. Mbappé soll On beim Einstieg ins Fussballgeschäft unterstützen und an der Entwicklung neuer Produkte mitwirken.
Laut Medienberichten entfernte On inzwischen Beiträge mit Mbappé von seinen chinesischen Social-Media-Kanälen. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters begrüsste der Konzern die Entschuldigung des Fussballers und betonte seinen Respekt gegenüber China.










