Bundesbank senkt Prognose für Deutschland wegen hohem Ölpreis

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Deutschland,

Die Bundesbank erwartet wegen des Iran-Kriegs weniger Wachstum für die deutsche Wirtschaft. Sie rechnet im laufenden Jahr nur noch mit einem Mini-Wachstum von kalenderbereinigt 0,5 Prozent und ist damit noch etwas pessimistischer als im Dezember.

Die deutsche Wirtschaft lahmt wegen des Iran-Kriegs. Die Bundesbank rechnet im laufenden Jahr nur noch mit einem Mini-Wachstum von kalenderbereinigt 0,5 Prozent und ist damit noch etwas...
Die deutsche Wirtschaft lahmt wegen des Iran-Kriegs. Die Bundesbank rechnet im laufenden Jahr nur noch mit einem Mini-Wachstum von kalenderbereinigt 0,5 Prozent und ist damit noch etwas... - KEYSTONE/AP/MICHAEL PROBST

Vor einem halben Jahr hatte die Notenbank für 2026 kalenderbereinigt 0,6 Prozent Plus beim realen Bruttoinlandprodukt (BIP) vorhergesagt. «Die stark gestiegenen Energiepreise dämpfen die Kaufkraft der privaten Haushalte und ihre Konsumausgaben», erklärte die Bundesbank am Freitag. Der Energiepreisschock treibe die Teuerung nach oben. Darüber hinaus würden die Unternehmen durch Lieferengpässe belastet.

Erst nach den schwachen Sommermonaten könnte die Konjunktur wieder allmählich an Fahrt gewinnen, schreibt die Bundesbank. Daher sei im kommenden Jahr mit einem Wachstum von 0,8 Prozent zu rechnen, das dann 2028 auf 1,4 Prozent steigen könne. Allerdings werde die Konjunktur weiter durch den Fachkräftemangel und hohe Arbeits- und Energiekosten belastet.

Mit ihrer gesenkten Prognose reiht sich die Bundesbank ein in den Chor pessimistischer Vorhersagen für die deutsche Wirtschaft. Sowohl die Bundesregierung als auch ihr Beratungsgremium, die «Wirtschaftsweisen», rechnen mit mageren 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. Schon 2025 war Deutschland mit einem Mini-Plus von 0,2 Prozent nur knapp am dritten Jahr ohne Wachstum in Folge vorbeigeschrammt.

Höhere Kosten für Energie wie Öl und Gas treiben zudem die Inflation nach oben: Die Bundesbank rechnet dieses Jahr mit einer für europäische Vergleichszwecke harmonisierten Inflationsrate (HVPI) von 2,9 Prozent, die dann 2027 leicht auf 2,7 Prozent sinkt und erst 2028 spürbar auf 1,9 Prozent.

Auch für den Arbeitsmarkt erwartet die Bundesbank Folgen. Demnach dürfte die Beschäftigung in diesem Jahr zunächst leicht sinken und ab Mitte des kommenden Jahres wieder spürbar steigen. Ein Schrumpfen der Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesbank durch höhere Staatsausgaben etwa für Infrastruktur mit den Milliarden-Sondervermögen verhindert.

Kommentare

User #7569 (nicht angemeldet)

Merz ist erleichtert, der Niedergang Deutschlands hat externe Gründe.

User #4497 (nicht angemeldet)

Jedes Jahr dasselbe. Prognose 2,0% am Schluss 0,0% Wachstum. Wenn ich meinen Job so schlecht machen würde, so wäre ich längst gefeuert worden.

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