Iran greift US-Schiffe in der Strasse von Hormus an
Iran greift erneut Schiffe in der Strasse von Hormus an – als Reaktion auf US-Angriffe auf iranische Tanker eskaliert der Seekrieg.

Iran greift nach US-Attacken auf iranische Öltanker mehrere Schiffe in der Strasse von Hormus an. Die Lage in der strategisch wichtigen Meerenge eskaliert damit erneut gefährlich, berichtet die «Kronen Zeitung».
Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben nach eigenen Angaben am Samstagabend drei Öltanker und drei US-amerikanische Schiffe ins Visier genommen. Das berichtet «Euronews».
Zuvor hatte das US-Militär drei iranische Rohöltanker zerstört, nachdem die IRGC ballistische Raketen auf zwei US-Kriegsschiffe abgefeuert hatte.
Iran greift erstmals mit ballistischen Raketen an
Iran greift nach Medienberichten erstmals mit ballistischen Anti-Schiffs-Raketen an, die von Isfahan und Kerman aus abgefeuert wurden. Das ist laut «Euronews» eine deutliche Steigerung der militärischen Mittel.
Ein Sprecher des iranischen Militärkommandos bekräftigte, man werde bei weiteren US-Eingriffen noch schärfer reagieren.
Danny Citrinowicz, früherer Chef der israelischen Militärgeheimdienstforschung, sah darin ein Zeichen, dass Teheran zunehmend bereit sei, bisher gemiedene Risiken einzugehen. Auch gegenüber zentralen US-Militärassets in der Region.
USA schlagen zurück
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte mit, ein Flugzeugträger und ein Zerstörer hätten die iranischen Angriffe erfolgreich abgewehrt. Dabei seien keine amerikanischen Soldaten verletzt worden.
CENTCOM-Chef Admiral Brad Cooper erklärte, die Botschaft an Iran sei klar: Wer auf zwei US-Schiffe schiesst, verliert drei eigene.
Danach zerstörten US-Kräfte drei iranische Tanker – darunter die M/T Downy, die M/T Stark 1 sowie die M/T Kylo. Washington bezeichnete die Tanker als Teil eines Schattennetzwerks zur Finanzierung der IRGC und ihrer Verbündeten, wie «Euronews» berichtet.
Globaler Handelsknotenpunkt unter Druck
Die Strasse von Hormus ist eine der bedeutendsten Meerengen der Welt. Iran greift nun erstmals direkt US-Schiffe an und hat eine neue Sperrzone sowie eigene Durchfahrtsregeln verkündet, wie die «Rheinpfalz» berichtet.

Seit Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar 2026 ist der Schiffsverkehr durch die Meerenge laut Statista auf ein Minimum gesunken. Früher passierten täglich bis zu 90 Schiffe die enge Wasserstrasse: Zuletzt waren es teils nur noch zwei Tanker pro Tag.
Iran warf laut «Euronews» den USA vor, mit den Angriffen auf seine Tanker einen Kriegsverbrechens begangen zu haben. Teheran liess verlauten, die Konsequenzen für die weitere US-Aggression lägen bei Washington und seinen Verbündeten.












