Supermärkte in Grossbritannien wollen Lieferengpässen in der Weihnachtszeit vorbeugen. Deshalb chartern sie eigene Schiffe.
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Ein Asda-Supermarkt in Grossbritannien. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Britische Supermärkte haben eigene Schiffe gechartert.
  • Sie wollen Lieferengpässe an Weihnachten vorbeugen.
  • Grossbritannien hat Lieferprobleme und zu wenig Lastwagenfahrer.

Um Engpässen an Weihnachten vorzubeugen, haben zwei britische Supermarktketten eigene Schiffe gechartert, um Güter rechtzeitig nach Grossbritannien zu bekommen. Man reagiere damit sowohl auf den Mangel an Lastwagenfahrern als auch auf Verzögerungen an den Häfen. Das sagte ein Sprecher der Kette Asda am Dienstag auf dpa-Anfrage. Auch das Unternehmen John Lewis bestätigte, Schiffe gechartert zu haben.

Die Güter seien mittlerweile angekommen. Der globale Aufschwung der Wirtschaft nach dem pandemiebedingten Einbruch hatte an Häfen weltweit für erhebliche Staus und Verzögerungen gesorgt. Vielerorts waren die Lieferketten unterbrochen, Unternehmen mussten um Kapazitäten kämpfen.

In Grossbritannien sorgt ausserdem ein eklatanter Mangel an Lastwagenfahrern in vielen Branchen für Probleme. Zum einen ist die Branche überaltert, zum anderen haben viele Fahrer aus Osteuropa während der Pandemie das Land verlassen. Sie können nach dem Brexit nun wegen neuer Visaregeln nicht mehr so einfach im Land leben und arbeiten. Die Regierung hat temporäre Notfallvisa ausgestellt.

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