Schweizer Börse

Schweizer Börse leidet unter erneuter Iran-Eskalation

Keystone-SDA
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Zürich,

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch happige Verluste erlitten. Für Unsicherheit sorgten Angriffe im Nahen Osten sowie US-Präsident Donald Trumps Infragestellung des Waffenstillstands mit dem Iran. In der Folge schoss auch der Ölpreis wieder hoch.

SMI
Die Schweizer Börse leidet unter der erneuten Iran-Eskalation. - keystone

«Mit der Aufkündigung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran schalten die Anleger langsam in den Panikmodus», sagte ein Marktbeobachter. Abgestossen würden demnach vor allem konjunktursensible Positionen.

Im Fokus bleibt nach Schweizer Börsenschluss am Mittwochabend nun das Protokoll der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed. Die Investoren versprechen sich davon Hinweise auf die künftige Geldpolitik unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh.

Der Leitindex SMI schloss zur Wochenmitte 1,3 Prozent tiefer bei 14'174 Punkten und büsste damit im Vergleich zum Vortag über 180 Punkte ein. Von den 20 Titeln standen bis auf Swisscom und Logitech alle im Minus.

Auch an anderen europäischen Börsenplätzen ging es klar nach unten, der deutsche Dax oder der CAC in Paris büssten sogar mehr als 2 Prozent ein. Die Börsen an der Wall Street notierten am Abend ebenfalls klar im Minus.

Als Reaktion auf die Eskalation in der Golfregion verteuerte sich auch das Öl wieder. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent kletterte bis am Abend auf über 80 Dollar und kostete damit wieder deutlich mehr als vor dem Krieg. Gleichzeitig zog der US-Dollar als «krisensichere» Währung an, während der Bitcoin unter 62'000 Dollar fiel.

Die Eskalation im Nahen Osten drückte insbesondere auf baunahe und damit konjunktursensible Aktien. Nebst Sika (-5,1 Prozent) am Tabellenende gaben auch Holcim (-4,0 Prozent), Geberit (-3,4 Prozent) und Amrize (-1,6 Prozent) klar nach.

Auch die Papiere des Logistikers Kühne+Nagel (-1,2 Prozent) verloren an Wert. Angesichts neuer Angriffe warnte die Weltschifffahrtsorganisation IMO Schiffe vor der Durchfahrt durch die Strasse von Hormus.

Die Schwergewichte Nestlé (-1,2 Prozent), Roche (-1,4 Prozent) und Novartis (-0,7 Prozent) konnten sich dem Abwärtssog ebenfalls nicht entziehen. Besser schlugen sich im aktuellen Umfeld hingegen die defensiven Swisscom (+0,4 Prozent) sowie Logitech (+0,3 Prozent).

Galderma und Sandoz neu im SMI – Kühne+Nagel und Swisscom draussen

Im Schweizer Leitindex SMI kommt es zu einer Rotation. Neu aufgenommen in den Index der Schweizer Blue Chips werden die Titel von Galderma und von Sandoz.

Dagegen müssen die Titel von Kühne+Nagel und Swisscom den SMI verlassen, wie die Börsenbetreiberin SIX am Mittwoch mitteilte. Die Änderungen gelten per 21. September 2026.

Bereits im Vorfeld waren dem Dermatologiespezialisten Galderma die besten Chancen auf einen Aufstieg zugerechnet worden. Nun schaffen es auch die Titel des Generikahersteller Sandoz in die Liste der Blue Chips. Mit dem Herausfallen der Titel des Logistikers Kühne+Nagel war gerechnet worden, aber auch die Aktien des Telekomkonzerns Swisscom galten als «Wackelkandidaten».

Die Titel von Kühne+Nagel und Swisscom werden neu in den Mid-Cap-Aktienindex SMI Mid (SMIM) aufgenommen, der die 30 grössten und liquidesten mittelgrossen Unternehmen abbildet, die nicht im Blue-Chip-Index SMI enthalten sind. Ebenfalls neu im SMIM sind die Aktien des Aroma- und Duftstoffspezialisten DSM-Firmenich.

Nicht mehr im SMIM enthalten sind neben den in den SMI aufsteigenden Titel von Galderma und Sandoz auch die Papiere des Chemiekonzerns Clariant.

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Kommentare

User #3747 (nicht angemeldet)

ohhhh nein die arme Börse, das bricht mir das Herz.

User #1181 (nicht angemeldet)

…letzte Gelegenheit vor dem überfälligen Crash…!!

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