Geldpolitik

    Börse zwischen Geldpolitik der US-Notenbank und Wirtschaftswachstum

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    Deutschland,

    Wegen der Geldpolitik der US-Notenbank Fed machte die Börse keine gute Figur. Dank des Wirtschaftswachstums in den USA konnte sich diese jedoch wieder erholen.

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    Das Gebäude der US-Notenbank Federal Reserve System (Fed). - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bald könnte die US-Notenbank eine Erhöhung der Leitzinsen anordnen.
    • Diese Nachricht löste bei Anlegern Unsicherheit aus, weshalb es zu Verlusten kam.
    • Das Wirtschaftswachstum in den USA konnte diese an der Börse jedoch wieder ausgleichen.

    Die Börsen in Europa haben am Donnerstag zunächst empfindlich auf die jüngsten Ankündigungen der US-Notenbank Fed zur Geldpolitik reagiert. Angesichts starker Konjunkturdaten aus den USA dann aber wieder ins Plus gedreht.

    Der Dax in Frankfurt am Main schloss nach anfänglichen Verlusten ebenso wie die Leitindizes in Paris und London im Plus. Er notierte bei 15.524 Punkten. Auch an der New Yorker Wall Street ging es aufwärts.

    Starkes Wirtschaftswachstum in den USA

    Das US-Handelsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2021 nach dem coronabedingten Einbruch im Vorjahr um 5,7 Prozent zulegte. Das ist so stark wie seit 1984 nicht mehr. Der Dow Jones in New York legte daraufhin zu Handelsbeginn um mehr als ein Prozent zu. Zusätzliche positive Impulse gab es durch solide Gewinnzahlen von Unternehmen.

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    An der Wall Street vertreiben Zinsängste die Anleger. - Pixabay

    Dabei hatte es am Donnerstag zunächst verbreitet Kursverluste gegeben. In Asien schlossen die Handelsplätze in Tokio, Hongkong und Shanghai im Minus. Skepsis bei den Anlegern löste vor allem das baldige Ende der lockeren US-Geldpolitik aus.

    Denn die US-Notenbank Fed steuert auf eine baldige Erhöhung der Leitzinsen und damit eine Abkehr von der coronabedingten Nullzins-Politik zu. Der zuständige Offenmarktausschuss der Notenbank sei «geneigt», die Leitzinsen bei seinem nächsten Treffen im März anzuheben. Dies, wenn «die Bedingungen dafür angemessen sind», hatte Notenbankchef Jerome Powell am Mittwoch gesagt. Noch offen ist, wie genau die Zinsen steigen sollen.

    Inflation und wenig Arbeitslosigkeit

    Der Fed-Ausschuss hatte bei seiner Sitzung am Dienstag und Mittwoch das bisherige Zinsniveau von zwischen 0,0 und 0,25 unverändert gelassen. Zugleich wurde aber eine baldige Zinserhöhung angekündigt.

    Grund dafür sind die hohe Inflation in den USA von zuletzt sieben Prozent. Auch ein robuster Arbeitsmarkt mit einer Arbeitslosigkeit von unter vier Prozent war ein Anlass. Die wegen der Corona-Pandemie gestarteten massiven Anleihekäufe sollen demnach Anfang März auslaufen.

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    Ein Arbeitssuchender blickt die geschlossenen Türen des örtlichen Jobcenters in Pasadena. Foto: Damian Dovarganes/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Die Fed-Entscheidung für eine straffere Geldpolitik in diesem Jahr sei ein «schwierige Balanceakt». Das sagten die beiden Analysten Robert Tipp und Ellen Gaske vom Unternehmen PGIM Fixed Income. Denn die wirtschaftlichen Aussichten seien nicht zuletzt wegen der Corona-Krise mit einem «hohen Mass an Unsicherheit verbunden».

    Finanzmärkte könnten sich «stabilisieren»

    Die Fed werde allerdings versuchen, die Finanzmärkte «nicht allzu sehr zu verunsichern». Man verhalte sich daher sehr transparent und deute Flexibilität an, erklärten die Analysten. Die Entwicklung vor allem der Risikomärkte deute zudem darauf hin, dass diese sich «angemessen auf die bevorstehende Straffung vorbereitet» hätten. Sie könnten sich deshalb nun «stabilisieren».

    Matthias Jörss, Chefvolkswirt beim Vermögensmanager SALytic Invest, sprach hingegen von einer «markanten Wende in der Geldpolitik». Kurzfristig würden den Aktienmärkten noch die positiven Unternehmensberichte helfen. Längerfristig sei die weniger expansive Geldpolitik jedoch eine «erhebliche Belastung» für die Bewertung aller Vermögenswerte.

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