Mit Finanzierungsstopps will die französische Grossbank gegen die Abholzung vorgehen. Produzenten von Soja und Fleisch sollen nicht mehr unterstützt werden.
Amazonas
Brandrodungen im brasilianischen Urwald hinterlassen eine zerstörte Landschaft. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • BNP Paribas will gegen die Abholzung des Amazonas vorgehen.
  • Dies macht die Bank mit Finanzierungsstopps für Soja und Rindfleisch.
  • Der Finanzierungsstopp gilt auch für Unternehmen, die mit diesen Produkten handeln.

Die französische Grossbank BNP Paribas will etwas gegen die Abholzung im Amazonas-Gebiet unternehmen. Das Geldhaus wolle Produzenten von Fleisch oder Soja nicht mehr finanzieren. Wenn diese Land nutzten, das im Amazonas-Gebiet nach dem Jahr 2008 durch Abholzung für die Landwirtschaft erschlossen wurde. Dies teilte BNP Paribas am Montag mit.

Umweltgruppen begrüssen die Initiative

Dies gelte auch für Unternehmen, die entsprechende Produkte kauften. BNP Paribas wolle zudem Kunden dazu aufrufen, Rindfleisch oder Soja aus dem brasilianischen Savannen-Gebiet Cerrado nicht zu nutzen. Hier will die Bank nur noch Kunden finanzieren, die bis 2025 eine Strategie eines Abholzungsstopps übernehmen. Umweltgruppen begrüssten die Initiative, kritisierten aber, diese werde nicht schnell genug umgesetzt.

Die Produktion von Rindfleisch und Soja gelten als Triebfedern für die Vernichtung von Wäldern rund um den Globus. In Brasilien wurde der Organisation Amazon Conservation zufolge allein ein Regenwald-Gebiet von der Grösse Israels im vergangenen Jahr abgeholzt. Auch die Hälfte des Cerrado wurde bereits für die Landwirtschaft erschlossen. Das Gebiet ist Umweltgruppen zufolge eines der am stärksten gefährdeten Öko-Systeme des Planeten.

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