Barry Callebaut

    Barry Callebaut erholt sich beim Absatz - Gewinn sinkt

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Der Schokoladeproduzent Barry Callebaut hat im Ende August abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 erneut weniger Schokolade und Kakaoprodukte verkauft als im Vorjahr und musste auch beim Umsatz und Gewinn Einbussen hinnehmen. Zuletzt erholten sich die Absatzmengen aber deutlich.

    Barry Callebaut
    Barry Callebaut hat weniger Schokolade verkauft. (Archivbild) - keystone

    Der weltgrösste Schokoladenproduzent verkaufte insgesamt 2,11 Millionen Tonnen Schokolade und Kakaoprodukte, wie er am Mittwoch mitteilte. Das sind 0,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Barry Callebaut produziert Schokolade und Kakaoprodukte für grosse Lebensmittelkonzerne und Schokoladenhersteller sowie für Chocolatiers, Konditoreien, Bäckereien und die Gastronomie.

    Im vierten Quartal stieg die Verkaufsmenge dagegen um 5,7 Prozent. Bereits im dritten Quartal war der Absatz nach mehr als zwei Jahren mit Rückgängen erstmals wieder gewachsen, ebenfalls um 5,7 Prozent. Die Erholung wurde von einer stärkeren Nachfrage nach Kakaoprodukten und dem anziehenden Gourmetgeschäft getragen. Letzteres legte im Schlussquartal um 13,6 Prozent zu.

    Der Umsatz sank derweil im Gesamtjahr um 17,6 Prozent auf 12,19 Milliarden Franken. Hintergrund sind die gesunkenen Kakaopreise, die Barry Callebaut weitgehend an seine Kunden weitergibt.

    Auch beim Betriebsgewinn musste das Unternehmen Einbussen hinnehmen. Der wiederkehrende Betriebsgewinn (EBIT) sank um 15,6 Prozent auf 594,0 Millionen Franken. Auf den Gewinn drückten vor allem ungünstige Kakaopositionen im Gourmetgeschäft, die bei sinkenden Rohstoffpreisen zu Belastungen führten. Hinzu kamen Kosten durch Lieferprobleme und geringere an Kunden weiterverrechnete Finanzierungskosten. Das deutlich profitablere Kakaogeschäft konnte diese Belastungen nicht ausgleichen.

    Unter dem Strich blieb ein um 16,3 Prozent tieferer Reingewinn von 157,7 Millionen Franken. Die Dividende soll bei 29 Franken je Aktie bleiben.

    Beim Schuldenabbau kam das Unternehmen voran. Die Nettoverschuldung sank auf 2,47 Milliarden Franken von 4,30 Milliarden im Vorjahr. Der Verschuldungsgrad verringerte sich von 4,5 auf 2,9. Der freie Geldzufluss erreichte 2,01 Milliarden Franken. Dazu trugen tiefere Kakaopreise und ein geringerer Kapitalbedarf für Lagerbestände bei.

    Für das neue Geschäftsjahr 2026/27 bestätigte Barry Callebaut seine Ziele. Der Konzern erwartet ein Volumenwachstum von 1 bis 3 Prozent und ein Plus beim Betriebsgewinn auf Stufe EBIT von 3 bis 5 Prozent in Lokalwährungen.

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