60'000 Gedanken denken wir täglich. Wie viele davon sind wohl wahr? Marina Persano behauptet: Keiner. Wir dürfen selbst entscheiden, was wahr und unwahr ist.
Mann hält sich Kopf
Die innere Stimme lässt uns oft an unseren Fähigkeiten zweifeln. Ob wir dem glauben oder nicht, liegt in unserer Hand. - Unsplash
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • Unsere innere Stimme kann manchmal ganz schön laut sein.
  • Wir dürfen ihr aber nicht immer alles glauben, was sie sagt.
  • Denn welcher Gedanken wahr oder unwahr ist, entscheiden wir selbst.

Wussten Sie, dass die Gedanken, die Sie denken, eigentlich gar nicht wahr sind? Und dass Sie selbst entscheiden können, was Sie für wahr empfinden möchten, und was nicht?

Wir alle kennen diese Stimme in unserem Kopf, die oftmals zu viel und zu laut quatscht. Die uns von Dingen abrät, uns klein hält, uns Angst oder Sorgen bereitet oder uns selbst schlecht redet.

«Ich bin für diesen Job nicht qualifiziert genug.»

«Mein Date findet mich bestimmt hässlich.»

«Ich werde es nie schaffen, erfolgreich zu sein.»

«Für Geld muss man viel und hart arbeiten.»

«Ich muss alles allein schaffen, weil um Hilfe zu bitten ist ein Zeichen von Schwäche.»

Blablabla.

Diese Stimme kann so laut und überzeugend sein, dass wir gar nicht hinterfragen, ob sie recht oder unrecht hat. Wir glauben ihr einfach alles aufs Wort.

Frau von hinten
Unsere Gedanken formen unsere Realität. - Unsplash

Und JA, es stimmt, was sie sagt, wenn Sie es ihr glauben.

Doch: Nein, es stimmt nicht, was sie sagt, wenn Sie ihr keinen Glauben schenken.

Es gibt keine Wahrheit – nur die, die Sie selbst als wahr bestimmen.

Lassen Sie mich das erklären.

Der Ursprung liegt oft in der Kindheit

Person A erzählt Person B und C, dass sie 10'000.- im Monat verdient.

Person B, die pro Monat nur 1000.- verdient, bewertet das als sehr viel.

Person C, die 10'000.- am Tag verdient, bewertet das als ganz schön wenig.

Was ist also wahr? Wer hat recht? Natürlich beide. Oder keiner. Denn es gibt keine Wahrheit. Kein viel oder wenig. Kein gross oder klein. Kein richtig oder falsch

In diesem Universum ist einfach alles – und zwar wertungsfrei. Es existieren Möglichkeiten, Chancen, Situationen, aber wie wir etwas bewerten, hängt von uns selbst ab.

Frau von vorne
Wie wir unsere innere Stimme bewerten, hängt einzig und allein von uns selbst ab. - Unsplash

Der häufigste Grund, warum wir einen Gedanken oder eine Überzeugung als wahr oder unwahr bewerten, liegt an den Erfahrungen, die wir bisher in unserem Leben gemacht haben.

Und daran, dass wir bestimmte Gedankenmuster irgendwoher übernommen haben. Meist in der Kindheit, von den Eltern, Lehrern oder anderen Bezugspersonen.

Im Laufe unseres Lebens machen wir Erfahrungen, die uns bestätigen, dass etwas so ist, wie wir angenommen haben. Oder sie werden dementiert. Und so festigen sich diese einstigen Annahmen immer mehr und mehr, bis wir sie als unsere Wahrheit ernennen.

Das Gute kommt zum Schluss

Wir können unsere Wahrheiten verändern, wann immer wir wollen. Unser Gehirn ist veränder- und trainierbar, wie ein Muskel.

Glauben Sie also nicht jeden Gedanken, den Sie denken einfach, sondern beginnen Sie, ihn zu hinterfragen. «Dient dieser Gedanke mir? Lässt er mich gut, motiviert, freudig oder hoffnungsvoll fühlen? Oder bremst mich dieser Gedanke aus? Fühle ich mich schlecht, wenn ich ihm glaube?»

Sollten Sie einen limitierenden Gedanken entlarvt haben, dann überschreiben Sie ihn mit einem neuen, Ihnen dienenden Satz. Immer und immer wieder, bis er sich als Ihre neue Wahrheit gefestigt hat.

Tun Sie dies konsequent, werden Sie sehen, wie sich Ihr Leben ganz schnell ins Positive wendet.

Marina Persano
Die Autorin Marina Persano. - zVg

Die 31-jährige Journalistin und Expertin für Manifestation schreibt für Nau.ch und auf ihrem Instagram-Account @marina.persano darüber, wie wir mit der Macht unserer Gedanken unser bestes Leben erschaffen.

Mehr zum Thema:

InstagramAngst