Gastbeitrag: Sechstklässler hegen wegen Sek B finstere Gedanken

    Clarita Kunz
    Clarita Kunz

    Goldküste,

    Die Selektion nach der 6. Klasse führt bei vielen Jugendlichen zu viel Leid, Entmutigung und verdirbt vollends die Lust am Lernen. Clarita Kunz hat eine Lösung.

    Clarita Kunz
    Clarita Kunz ist Gründerin und Leiterin des Montessori Kindergarten in Feldmeilen (ZH). - zVg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Clarita Kunz ist Gründerin und Leiterin des Montessori Kindergarten in Feldmeilen (ZH).
    • Die Heilpädagogin erklärt, weshalb ein individualisierter Unterricht wichtig wäre.

    Die Selektion nach der 6. Klasse steht regelmässig im Fokus. Wir wissen längst, dass die Heterogenität in Bezug auf die schulische Intelligenz bereits in den Kindergartenklassen enorm ist.

    Die Selektion nach der 6. Klasse ändert nichts daran. Im Gegenteil: Sie verschärft die Kluft zusätzlich und schadet allen.

    Jahr für Jahr verlieren bereits entmutigte Jugendliche, die der Sek B zugeteilt werden, vollends die Lust am Lernen. Viele hegen ganz finstere Gedanken.

    Schule
    Spez. Sek, normale Sek oder Real? Die Selektion der Schüler nach der 6. Klasse führt zur Entmutigung und zu einem Gefühl der Abschätzung unter den Jugendlichen. Die Lösung: Ein individualisi - Keystone

    Andere werden von motivierenden, finanziell gut situierten Eltern mit Rekursen dahingehend unterstützt, dass sie nach unterschiedlichsten, langen Umwegen doch noch schulisch erfolgreich arbeiten.

    Hohe Divergenzen aufheben durch mehr Selbstverantwortung der Schüler

    Das ist einfach unsinnig! Die verfrühte Selektion evoziert viel Leid. Sie ist unnötig.

    Nicht die Pflichtschule, die Lehrmeister und weiterführende Schulen sollen sie anhand von Probezeiten, am besten ohne Aufnahmeprüfungen, vornehmen.

    sexualstrafrecht
    Eine Scülerin im Unterricht. (Symbolbild) - Keystone

    Um der hohen Divergenz der schulischen Leistungen in den kulturtechnisch bedeutsamen Fächern Deutsch und Mathematik gerecht zu werden, braucht es keine so frühe Selektion.

    Die hohe Divergenz aufheben können wir, wenn wir Lernenden bereits im Kindergarten konsequent, nicht nur innerhalb zeitlich begrenzter Projekte (!), die Freiheit und Verantwortung überlassen, selbst über ihr Lerntempo zu bestimmen. Schon Vierjährige lieben und können das.

    Die Lösung liegt in der Wissbegierde der Lernenden

    Beispiele wie das «Churer Modell» zeigen, dass Schüler im durchwegs individualisierten Unterricht motivierter, nachhaltiger und mit nicht nachlassender Freude lernen.

    Zudem sind Lehrpersonen, Schulumfeld und die ganze Gesellschaft erwiesenermassen entlastet.

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