Christoph Blocher: US-Polizisten «schiessen schnell»
Beamte des ICE in den USA haben in Minneapolis zwei Menschen erschossen. Nun äussert sich auch SVP-Übervater Christoph Blocher zur Lage in den USA und warnt.

Das Wichtigste in Kürze
- Die ICE-Einsätze in den USA sind nach tödlichen Schüssen sehr umstritten.
- Nun hat sich auch Alt-Bundesrat Christoph Blocher dazu geäussert.
- Er warnt davor, dass US-Polizisten schnell schiessen.
Seit Monaten sorgen die umstrittenen Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE zu reden.
Rücksichtslos machen die Beamten von ICE in den Grossstädten der USA Jagd auf Migrantinnen und Migranten. Wer erwischt wird, wird direkt von der Strasse weg verhaftet und abgeschoben.
Das sorgt für viel Kritik und Widerstand aus der Zivilbevölkerung. Mit schlimmen Folgen: Im Januar wurden in Minneapolis, der Hauptstadt des Bundesstaats Minnesota zwei Menschen durch ICE erschossen.
Das Thema bewegt aber nicht nur in den USA. Auch in der Schweiz machen die umstrittenen ICE-Einsätze Schlagzeilen.
Nun hat sich auch SVP-Übervater und Alt-Bundesrat Christoph Blocher zu Wort gemeldet. In seinem Sprachrohr «Teleblocher» schneidet er die Vorgänge in Minneapolis an.
«Du musst aufpassen, dass du nicht erschossen wirst»
«Ich kenne die Details nur aus der Zeitung», erklärt Blocher. Grundsätzlich müsse man anerkennen, dass es überall passieren könne, dass ein Polizist jemanden erschiesse.
Dann stelle sich jeweils die Frage: «Zu recht oder zu unrecht?»
Angesprochen darauf, ob auch in der Schweiz so rasch geschossen würde, findet Christoph Blocher: «Nein. Aber so kennt man eben Amerika.»
Und erklärt: «Du musst da wahnsinnig aufpassen, dass du nicht erschossen wirst.»
Christoph Blocher wurde von der US-Polizei mit einer Waffe bedroht
Der SVP-Übervater berichtet dann von einer Situation, die er selbst als junger Mann in den USA erlebt habe. Mit einem gemieteten Auto sei er unterwegs gewesen, als ihn die Polizei gestoppt habe.
«Ich habe angehalten und bin ausgestiegen.» Zwar habe er gehört, dass die Polizei ihm etwas zugerufen habe. Doch verstanden habe er die Beamten nicht.
Christoph Blocher erzählt weiter: «Ich habe mich gefragt, was der Beamte mir zuruft und mir gedacht: ‹Ich komme ja!›.»
Dann sei alles ganz schnell gegangen, berichtet der SVP-Übervater. Der Polizist sei aus seinem Auto ausgestiegen und habe sofort seine Waffe gezogen.
«Ich habe Angst bekommen»
Erst in diesem Moment habe er bemerkt, dass der Beamte ihm auf Englisch «Bleiben Sie im Auto!» zugerufen hatte.
Eine Situation, die an Christoph Blocher nicht spurlos vorbeigegangen ist. «Ich habe gedacht, ich tue das Richtige. Als der Polizist die Waffe gezogen hat, habe ich schon Angst bekommen und bin bockstill gestanden.»

Als die Beamten schliesslich realisiert hätten, dass er kein US-Amerikaner sei, seien sie zugänglicher geworden. Und hätten ihm erklärt: «Wenn Sie noch weiter auf uns zugelaufen wären, hätten wir schiessen können.»
Christoph Blocher erklärt dazu: «Wenn man sich der Polizei widersetzt, schiessen sie schnell.» Und das müsse man wissen.















