Stadt Zürich

    Zürich soll Gesundheitsversorgung für Transpersonen verbessern

    Keystone-SDA Regional
    Keystone-SDA Regional

    Zürich,

    Die Stadt Zürich soll Transpersonen einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung bieten. Das Stadtparlament hat am Mittwoch einen entsprechenden Vorstoss klar überwiesen. Einige Voten der SVP schockierten linke Parlamentarierinnen und Parlamentarier aber.

    Die Wogen gingen am MIttwoch hoch im Zürcher Stadtparlament beim Thema Gesundheitsversorgung für Transpersonen. (Symbolbild)
    Die Wogen gingen am MIttwoch hoch im Zürcher Stadtparlament beim Thema Gesundheitsversorgung für Transpersonen. (Symbolbild) - KEYSTONE/CLAUDIO THOMA

    «Kinderverstümmelung», «Genitalverstümmelung» «barbarischer als jeder afrikanische Stamm» oder «Pseudofortschrittlichkeit»: Jane Bailey und Johann Widmer von der SVP drückten ihre Meinung zu geschlechtsangleichenden Operationen bei Jugendlichen am Mittwoch im Zürcher Stadtparlament deutlich aus.

    Thema war ein Postulat, das fordert, die Gesundheitsversorgung für Transpersonen sicherzustellen und zu verbessern. Susan Wiget (AL) fand die Voten der SVP «heavy». «Es geht hier um Grundrechte, nicht Ideologien», entgegnete sie. Leonora Seiler (Grüne) fand es «sehr schlimm, was da von rechts kommt». Lange Wartezeiten, etwa für psychologische Hilfe, könnten für Transpersonen als vulnerable Gruppe sehr belastend sein.

    «Menschenverachtender Vergleich»

    Auch Mitte, SP und GLP stellten sich hinter den Vorstoss. «Minderheitenschutz sollten nicht nur leere Worte sein», sagte Nicolas Cavalli (GLP). Transpersonen sollten ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft sein, auch bei der Gesundheitsversorgung, sagte er. Karin Weyermann (Mitte) meinte, dass es ja nicht zwingend darum gehe «sofort unters Messer zu kommen». Auch der Zugang zu psychologischer Betreuung solle einfacher möglich sein.

    Marco Denoth (SP), Erstunterzeichner des Postulats, fand es schliesslich «menschenverachtend, Transition mit Geitalverstümmelung zu vergleichen». «Ihr habt den Eingriff offensichtlich nicht verstanden. Dann solltet ihr auch schweigen», meinte Denoth. Ihm sei bei den SVP-Voten «einfach nur schlecht» geworden.

    Stadtrat Andreas Hauri (GLP) sprach sich gegen ein Verbot von geschlechtsangleichenden Operationen bei Jugendlichen aus. Alle Menschen müssten den gleichen Zugang zur Gesundheitsversorgung haben.

    Der Rat überwies das Postulat mit 83 zu 35 Stimmen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #2492 (nicht angemeldet)

    Huhu, wollte nur mal vorbeischauen. Es verwundert mich, dass die Kommentarspalte offen ist👀. Ich finde svp hat. Herzliche grüsse und viele Herze

    Weiterlesen

    J.N
    «Angst»
    Lawine
    70 Interaktionen
    «Tagesschau-Mändli»

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    1 Interaktionen
    Zürich
    zsc
    Trotz 4:1 beim SCB
    .
    160 Interaktionen
    «Schlampig!»
    4 Interaktionen
    Vor Gericht