Studie

Wohnungsnot belastet Sozialhilfebeziehende in Schweizer Städten

Nikolaus Führmann
Nikolaus Führmann

Bern,

Die zunehmende Wohnungsnot in der Schweiz trifft insbesondere Menschen, die Sozialhilfe beziehen. Dies zeigt eine Studie der Städteinitiative Sozialpolitik.

Wohnungsnot Wohnungsbesichtigung
Die aktuelle Wohnungsnot trifft viele Schweizer, besonders aber Menschen, die Sozialhilfe beziehen. (Symbolbild) - Keystone

Die Wohnungsnot in der Schweiz nimmt laut einer Studie der Städteinitiative Sozialpolitik weiter zu. Insbesondere Sozialhilfebeziehende stehen vor grossen Herausforderungen, eine bezahlbare Wohnung zu finden, wie das «SRF» berichtet.

Die Studie basiert auf Daten von zwanzig Städten, darunter 14 Mitglieder der Städteinitiative und sechs Westschweizer Städte. In 16 Städten stieg die Zahl der Menschen, die ihre Wohnung zu verlieren drohen, innerhalb von fünf Jahren.

Mangel im unteren Preissegment

Das Hauptproblem ist demnach der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, besonders im unteren Preissegment. Die Leerwohnungsrate liegt in vielen Regionen unter 1 Prozent, betont die Politologin Michelle Beyeler von der Universität Zürich.

Musstest du schon mal länger als ein halbes Jahr nach einer neuen Wohnung suchen?

Für Sozialhilfebeziehende verschärfe der knappe Wohnungsmarkt die Lebenssituation erheblich. Die Suche nach neuem Wohnraum sei oft fast unmöglich, was auch die gesellschaftliche Eingliederung erschwere, so Beyeler.

Die städtischen Sozialdienste versuchten mit Massnahmen wie Mietzinslimiten-Anpassungen, Beratung und Kooperationen mit Vermietern zu helfen. Dennoch sei ihr Handlungsspielraum begrenzt.

Wohnungsnot als strukturelles Problem

Tatsächlich handele es sich um ein strukturelles Problem, so Nicolas Galladé, Präsident der Städteinitiative und Winterthurer Sozialvorsteher. Die systematische Aufwertung von Wohnraum führe zu stetigen Mieterhöhungen.

Blick auf Zürich
Im niedrigeren Preissektor herrscht akute Wohnungsnot. (Symbolbild) - Keystone

Betroffene hätten oft finanzielle Probleme, die durch das Stigma von Armut und frühere Betreibungen verschärft würden, so die Studie. Die angespannte Lage treffe auch Senioren, junge Erwachsene mit Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderungen.

Verdrängung und Obdachlosigkeit seien mögliche Folgen, warnt der Trend-Monitor von «Zürich Sozial».

Appell an die Politik

Kritikern zufolge fehlt es an politische Massnahmen, um den erheblichen Mangel an bezahlbarem Wohnraum nachhaltig zu lindern. Sozialdienste fordern Unterstützung, um den Wohnbedarf der Betroffenen zu decken, so «Zürich Sozial».

Die Städteinitiative stellt fest, dass die Wohnungsnot ein drängendes Thema bleibt. Eine Lösung erforderte koordinierte Anstrengungen weit über die Sozialhilfe hinaus.

Kommentare

User #2531 (nicht angemeldet)

Und 8n den Medien heisst es dann immer, es wird dauernd gebaut.Ja das mag ja sein, nur diese Wohnungen könben sich nur gut verdienende oder WG's leisten!Rentner und besonders alleinstehende Rentner bleiben auf der Strecke.Ich müsste aus meiner kleinen Wohnung raus da es 3,5 Zimmer sind.(also das 0,5 Zimner ist der Eingang und die anderen Zimmer sind sehr, sehr klein) Aber es steht 3,5 Zim. für 1 Person zu gross.Aber ich finde Nichts bezahlbares.Bin nicht m8bil also in die Pampas raus ist auch nicht und Umzug kostet auch viel.Es ist echt schwierig.

User #4304 (nicht angemeldet)

Ich bin IV Bezüger hatte 2 Jahre nach einer 1 Zimmer Wohnung gesucht 100 Bewerbungen geschrieben mir hat niemand geholfen keine Beratungsstelle und die IV auch nicht.

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