Wetter-Ticker: Zürichsee-Fähre für sie zu – LKW-Chauffeure kehren um
Zum Wochenstart bringt eine Kaltfront Regen und Gewitter. Am stärksten trifft es das Mittelland und die Voralpen. Das Wichtigste im Ticker.

Im Überblick
- Lastwagen müssen vor Zürichsee-Fähre umkehren
- Heftiger Regenfall in Riggisberg BE
- Zürichsee-Fähre kann keine kurzen LKWs mehr transportieren
- Experte: Regen kann Trockenheit «höchstens etwas lindern»
- Axenstrasse gesperrt – vermutlich wegen Blitzeinschlags
- Wassermassen nach Gewitter in Herrliberg
- Donnerstag und Freitag gibt es weitere Gewitter
- Kräftige Böen in Gewitternähe
Der Wochenstart bringt in der Schweiz endlich den lang erwarteten Wetterumschwung.
Zwei Frontensysteme lösen innert weniger Tage die langanhaltende Hochdrucklage ab. Bereits am Montag erreicht eine Kaltfront aus Norden die Alpennordseite und sorgt praktisch überall für Niederschlag. Die Mengen schwanken laut «SRF Meteo» aber stark, zwischen 2 und 40 Millimetern.
Das Wichtigste im Ticker
Schwere und kurze Lastwagen können – trotz Regen – aufgrund des tiefen Wasserpegels nicht mehr auf die Zürichsee-Fähre (siehe unten). Ein betroffener LKW-Fahrer findet erst im Gespräch mit Nau.ch heraus, dass er nun um den See fahren muss.
Früher am Tag konnte sein gelbes Fahrzeug noch auf die Fähre – nun muss es wenden und einen Zeitverlust von 30 Minuten in Kauf nehmen.
Ein betroffener Lastwagenfahrer in Meilen ist auch Christian (45). «Durch Zürich fahren ist blöd, dann muss ich jetzt nach Rapperswil», sagt er zu Nau.ch. «Man kann es nicht ändern.»

Kurz darauf muss schon der nächste Lastwagen wenden. Auch für ihn bedeutet der Umweg über den Seedamm bei Rapperswil 30 zusätzliche Minuten.
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Obwohl der langersehnte Regen einsetzt, kommt der Wetter-Umschwung für die Zürichsee-Fähre zwischen Horgen und Meilen zu spät.
«Aufgrund des tiefen Wasserstands können wir keine schweren (kurzen) Lastwagen mehr transportieren!», teilt der Betreiber am Montagvormittag auf Instagram mit.
Für Lkws mit weniger Gewicht und kürzerem Radstand ist die bei tiefem Pegel steilere Auffahrrampe noch befahrbar. Sie können die Fähre deshalb weiterhin benutzen.

Auch andernorts leidet der Schiffbetrieb unter der Hitzewelle. In Basel musste die St. Alban-Fähre zuletzt ihren Betrieb einstellen.
In der Schweiz regnet es flächenmässig viel – endlich, dürften sich so manche denken. Gerade für die ausgetrockneten Böden bringen die Niederschläge Entlastung. Aber wie viel? Nau.ch hat beim Wetterdienst des Bunds, Meteoschweiz, nachgefragt.

«Die aktuell erwarteten Niederschläge in den nächsten Tagen werden in den meisten Regionen nicht ausreichen, um die Trockenheit nachhaltig zu beheben», sagt Meteorologe Urs Graf. Der Regen würde die Trockenheit «höchstens etwas lindern».
Dasselbe gelte auch für die höheren Mengen auf der Alpensüdseite. «Dort kann ab Donnerstag zwar relativ viel Niederschlag fallen. Diese fallen jedoch in recht kurzer Zeit, sodass vieles davon nicht genügend im Boden versickern kann und oberflächlich abfliesst.»
Was aber braucht es, um der Trockenheit nachhaltig entgegenzuwirken?
Meteorologe Meier sagt: «Am besten für die Natur wäre mässiger (flächiger) Landregen, verteilt über mehrere Wochen, sodass der Boden die Niederschläge aufnehmen kann und auch in tieferen Bodenschichten ankommt.»
Meister Regen auf Alpensüdseite
Auf der Alpennordseite fällt laut Meier «vor allem heute Montag sowie am Donnerstag und Freitag Regen, wahrscheinlich ist auch das kommende Wochenende nicht trocken».
In den meisten Regionen des Flachlands seien 15 bis 30 mm Regen zu erwarten, «mit Gewittern punktuell auch mehr. Am Alpennordhang und in den Alpen können 30 bis 50 mm zustande kommen, auch hier punktuell mehr.»
Den meisten Regen gebe es voraussichtlich aber auf der Alpensüdseite. «Auch wenn die Prognoseunsicherheit noch erhöht ist, sind dort aus heutiger Sicht ab Donnerstag 50 bis 100 mm möglich.»
Die Axenstrasse (A4) ist zwischen Brunnen und Flüelen beiden Richtungen gesperrt. Grund ist vermutlich ein Blitzeinschlag bei Sicherheitseinrichtungen, der für einen Stromausafall sorgte. Das teilt die Kantonspolizei Uri auf Anfrage mit.

Man warte nun auf Spezialisten des Bundesamts für Strassen (Astra). Die A4 bleibt laut Kapo bis auf Weiteres gesperrt.
Über Herrliberg ZH zog am frühen Montagmorgen ein erstes Gewitter. Bilder von Nau.ch zeigen die Wassermassen.
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Der Ort an der Goldküste sieht den Prognosen zufolge am Montag kaum Sonnenstrahlen. Für den weiteren Verlauf ist viel Regen angesagt. Die Temperaturen gehen nicht über 21 Grad hinaus.
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Am Dienstag und Mittwoch beruhigt sich die Lage kurz: Ein Zwischenhoch bringt trockenere Luft. Es wird sonnig und mit bis zu 30 Grad sehr warm.
Bereits am Donnerstag zieht laut «SRF Meteo» aber die nächste Front auf. Sie bringt bis Freitag erneut Regen und eingelagerte Gewitter. Diesmal im Norden wie im Süden, wobei im Tessin gebietsweise über 100 Millimeter Regen fallen könnten.
Zum Wochenende hin lockert es wieder auf. Bei Höchstwerten um 22 bis 23 Grad bleiben einzelne Schauer aber möglich. Es wird also deutlich kühler!
Vom Regen besonders betroffen sind demnach das Gebiet zwischen Bodensee und Genfersee, der Jura sowie die Region Basel: Dort wird es am Mittag verbreitet nass, einzelne kräftige Gewitter können in kurzer Zeit grosse Regenmengen bringen.
Auch in den Voralpen und im Wallis drohen am Nachmittag Platzregen und Gewitter, wobei der meiste Regen am Alpennordhang fällt. Im Tessin und Engadin bleibt es vormittags noch überwiegend sonnig, ehe am Nachmittag ebenfalls lokale Schauer und Gewitter aufziehen.
Die Höchstwerte liegen am Montag zwischen 20 und 25 Grad. In Genf steigt das Thermometer bis auf 28 Grad, im Tessin sind bis 31 Grad möglich.






















