Wetter

    Wetter-Ticker: Experte rechnet nicht mehr mit weiterer Hitzewelle

    Zum Wochenstart bringt eine Kaltfront Regen und Gewitter. Am stärksten trifft es das Mittelland und die Voralpen. Das Wichtigste im Ticker.

    Schweiz Regen Wetter
    In der Schweiz muss man wieder den Regenschirm auspacken. - keystone

    Der Wochenstart bringt in der Schweiz endlich den lang erwarteten Wetterumschwung.

    Freust du dich auf den Wetterumschwung?

    Zwei Frontensysteme lösen innert weniger Tage die langanhaltende Hochdrucklage ab. Bereits am Montag erreicht eine Kaltfront aus Norden die Alpennordseite und sorgt praktisch überall für Niederschlag. Die Mengen schwanken laut «SRF Meteo» aber stark, zwischen 2 und 40 Millimetern.

    Das Wichtigste im Ticker

    Keine weitere Hitzewelle mehr zu erwarten

    Die Schweiz atmet auf an diesem Montag. Nach tage- und wochenlanger Hitzeperiode steigt das Thermometer nicht über 25 Grad. Zudem bringt er ersehnte Regen zusätzliche Abkühlung.

    Doch: Kehrt das Wetter nun tatsächlich dauerhaft – oder müssen wir bald eine neue Hitzephase fürchten?

    Meteorologe Urs Graf von Meteoschweiz gibt Entwarnung: «Einzeltage mit einer Höchsttemperatur über 30 Grad sind durchaus noch möglich. Eine länger anhaltende Hitzephase zeichnet sich jedoch nicht mehr ab.»

    Hitze
    Badewetter kann es in den nächsten Tagen durchaus noch geben, eine lange Hitzeperiode eher nicht mehr. - keystone

    Heiss wird es zum Beispiel am Mittwoch: Dann «könnte die Temperatur auf der Alpennordseite lokal 30 Grad erreichen, am ehesten in der Westschweiz oder in Basel. Heiss mit knapp über 30 Grad dürfte es auch im Zentralwallis werden.»

    Doch schon am Donnerstag zeichnet sich die nächste Abkühlung ab: Die Temperaturen sinken auf 23 Grad, und es wird erneut Regen geben.

    Lastwagen müssen vor Zürichsee-Fähre umkehren

    Schwere und kurze Lastwagen können – trotz Regen – aufgrund des tiefen Wasserpegels nicht mehr auf die Zürichsee-Fähre (siehe unten). Ein betroffener LKW-Fahrer findet erst im Gespräch mit Nau.ch heraus, dass er nun um den See fahren muss.

    Früher am Tag konnte sein gelbes Fahrzeug noch auf die Fähre – nun muss es wenden und einen Zeitverlust von 30 Minuten in Kauf nehmen.

    Ein betroffener Lastwagenfahrer in Meilen ist auch Christian (45). «Durch Zürich fahren ist blöd, dann muss ich jetzt nach Rapperswil», sagt er zu Nau.ch. «Man kann es nicht ändern.»

    Zürichsee-Fähre
    Lastwagenfahrer Christian muss nun via Rapperswil an die andere Seite des Zürichsees. - Nau.ch/Nico Leuthold

    Kurz darauf muss schon der nächste Lastwagen wenden. Auch für ihn bedeutet der Umweg über den Seedamm bei Rapperswil 30 zusätzliche Minuten.

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    Dieser Lastwagen kann nicht mehr auf die Zürichsee-Fähre. - Nau.ch/Nico Leuthold

    Heftiger Regenfall in Riggisberg BE

    In den meisten Regionen des Flachlands ist mit 15 bis 30 mm Regen zu rechnen, mit Gewittern auch mehr. Am Alpennordhang und in den Alpen sind 30 bis 50 mm möglich – oder mehr.

    Zürichsee-Fähre kann keine kurzen LKWs mehr transportieren

    Obwohl der langersehnte Regen einsetzt, kommt der Wetter-Umschwung für die Zürichsee-Fähre zwischen Horgen und Meilen zu spät.

    «Aufgrund des tiefen Wasserstands können wir keine schweren (kurzen) Lastwagen mehr transportieren!», teilt der Betreiber am Montagvormittag auf Instagram mit.

    Für Lkws mit weniger Gewicht und kürzerem Radstand ist die bei tiefem Pegel steilere Auffahrrampe noch befahrbar. Sie können die Fähre deshalb weiterhin benutzen.

    Zürichsee-Fähre
    Die Zürichsee-Fähre kann keine Lastwagen mehr transportieren. - Nau.ch/Nico Leuthold

    Auch andernorts leidet der Schiffbetrieb unter der Hitzewelle. In Basel musste die St. Alban-Fähre zuletzt ihren Betrieb einstellen.

    Experte: Regen kann Trockenheit «höchstens etwas lindern»

    In der Schweiz regnet es flächenmässig viel – endlich, dürften sich so manche denken. Gerade für die ausgetrockneten Böden bringen die Niederschläge Entlastung. Aber wie viel? Nau.ch hat beim Wetterdienst des Bunds, Meteoschweiz, nachgefragt.

    Trockenheit
    Auch Winterthur blieb vor der Trockenheit nicht verschont. - keystone

    «Die aktuell erwarteten Niederschläge in den nächsten Tagen werden in den meisten Regionen nicht ausreichen, um die Trockenheit nachhaltig zu beheben», sagt Meteorologe Urs Graf. Der Regen würde die Trockenheit «höchstens etwas lindern».

    Dasselbe gelte auch für die höheren Mengen auf der Alpensüdseite. «Dort kann ab Donnerstag zwar relativ viel Niederschlag fallen. Diese fallen jedoch in recht kurzer Zeit, sodass vieles davon nicht genügend im Boden versickern kann und oberflächlich abfliesst.»

    Fühlt sich der Regen für dich wie eine Erleichterung an?

    Was aber braucht es, um der Trockenheit nachhaltig entgegenzuwirken?

    Meteorologe Meier sagt: «Am besten für die Natur wäre mässiger (flächiger) Landregen, verteilt über mehrere Wochen, sodass der Boden die Niederschläge aufnehmen kann und auch in tieferen Bodenschichten ankommt.»

    Meister Regen auf Alpensüdseite

    Auf der Alpennordseite fällt laut Meier «vor allem heute Montag sowie am Donnerstag und Freitag Regen, wahrscheinlich ist auch das kommende Wochenende nicht trocken».

    In den meisten Regionen des Flachlands seien 15 bis 30 mm Regen zu erwarten, «mit Gewittern punktuell auch mehr. Am Alpennordhang und in den Alpen können 30 bis 50 mm zustande kommen, auch hier punktuell mehr.»

    Den meisten Regen gebe es voraussichtlich aber auf der Alpensüdseite. «Auch wenn die Prognoseunsicherheit noch erhöht ist, sind dort aus heutiger Sicht ab Donnerstag 50 bis 100 mm möglich.»

    Axenstrasse gesperrt – vermutlich wegen Blitzeinschlags

    Die Axenstrasse (A4) ist zwischen Brunnen und Flüelen beiden Richtungen gesperrt. Grund ist vermutlich ein Blitzeinschlag bei Sicherheitseinrichtungen, der für einen Stromausafall sorgte. Das teilt die Kantonspolizei Uri auf Anfrage mit.

    Axenstrasse
    Die Axenstrasse ist aufgrund der Wetterlage gesperrt. - Nau.ch

    Man warte nun auf Spezialisten des Bundesamts für Strassen (Astra). Die A4 bleibt laut Kapo bis auf Weiteres gesperrt.

    Wassermassen nach Gewitter in Herrliberg

    Über Herrliberg ZH zog am frühen Montagmorgen ein erstes Gewitter. Bilder von Nau.ch zeigen die Wassermassen.

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    Über Herrliberg ZH zog am Montagmorgen ein Gewitter. - Nau.ch/Nico Leuthold

    Der Ort an der Goldküste sieht den Prognosen zufolge am Montag kaum Sonnenstrahlen. Für den weiteren Verlauf ist viel Regen angesagt. Die Temperaturen gehen nicht über 21 Grad hinaus.

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    In Wald ZH überläuft ein Bach. - Nau.ch/Nico Leuthold

    Donnerstag und Freitag gibt es weitere Gewitter

    Am Dienstag und Mittwoch beruhigt sich die Lage kurz: Ein Zwischenhoch bringt trockenere Luft. Es wird sonnig und mit bis zu 30 Grad sehr warm.

    Bereits am Donnerstag zieht laut «SRF Meteo» aber die nächste Front auf. Sie bringt bis Freitag erneut Regen und eingelagerte Gewitter. Diesmal im Norden wie im Süden, wobei im Tessin gebietsweise über 100 Millimeter Regen fallen könnten.

    Zum Wochenende hin lockert es wieder auf. Bei Höchstwerten um 22 bis 23 Grad bleiben einzelne Schauer aber möglich. Es wird also deutlich kühler!

    Kräftige Böen in Gewitternähe

    Vom Regen besonders betroffen sind demnach das Gebiet zwischen Bodensee und Genfersee, der Jura sowie die Region Basel: Dort wird es am Mittag verbreitet nass, einzelne kräftige Gewitter können in kurzer Zeit grosse Regenmengen bringen.

    Auch in den Voralpen und im Wallis drohen am Nachmittag Platzregen und Gewitter, wobei der meiste Regen am Alpennordhang fällt. Im Tessin und Engadin bleibt es vormittags noch überwiegend sonnig, ehe am Nachmittag ebenfalls lokale Schauer und Gewitter aufziehen.

    Die Höchstwerte liegen am Montag zwischen 20 und 25 Grad. In Genf steigt das Thermometer bis auf 28 Grad, im Tessin sind bis 31 Grad möglich.

    In Gewitternähe muss laut «MeteoSchweiz» mit kräftigen Böen gerechnet werden. Weil die Böden nach dem trockenen Sommer nur wenig Wasser aufnehmen können, kommt es laut «SRF Meteo» vermehrt zu Oberflächenabfluss. Gullideckel und Abflüsse sollten deshalb von Laub befreit werden.

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    Kommentare

    User #9267 (nicht angemeldet)

    Sie bringen das was ihr jeden Tag kauft

    User #9267 (nicht angemeldet)

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