Weiterbildung: Viele Schweizer machen jahrelang keine

    Keystone-SDA
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    Neuchâtel,

    Viele Schweizerinnen und Schweizer haben seit Jahren keine Weiterbildung besucht. Die meisten erklären, keine zu benötigen und stehen voll im Erwerbsleben.

    Weiterbildung Schweizer
    Fast ein Drittel aller Schweizer, die sich im Erwerbsleben befinden gibt an, keine Weiterbildung zu benötigen. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • In der Schweiz machen viele jahrelang keine Weiterbildung.
    • Bei einem Drittel der Befragten ist die letzte Weiterbildung mindestens fünf Jahre her.
    • Manche können jedoch trotz Bedarf keine Weiterbildung besuchen, etwa wegen Zeitmangel.

    Bei 29 Prozent der Schweizer im Alter von 25 bis 64 Jahren liegt die letzte Weiterbildung mindestens fünf Jahre zurück. Begründet wird die Nichtteilnahme an Weiterbildung von sehr vielen damit, dass sie keine benötigten. Das teilte Bundesamt für Statistik (BFS) mit.

    Knapp die Hälfte der Befragten hat 2021 in den zwölf Monaten vor der Befragung keine Weiterbildung besucht. Bei beinahe 20 Prozent lag die letzte Teilnahme ein bis vier Jahre zurück. Diese Zahlen wurden vom Bund im Rahmen des Mikrozensus Aus- und Weiterbildung 2021 erhoben.

    Die Quote der Personen ohne Weiterbildung in den letzten fünf Jahren war sehr hoch, wie das BFS weiter schrieb. Dies vor allem bei Personen mit tiefem Bildungsstand (52 Prozent). Ebenso bei Nichterwerbspersonen (55 Prozent) und bei Personen im Alter zwischen 55 und 64 Jahren (39 Prozent).

    Bei Personen, die in den letzten fünf Jahren trotz Bedarf keine Weiterbildung besucht haben, waren die Gründe folgende: Familiäre Belastung (15 Prozent), zu hohe Kosten (14 Prozent) und Zeitmangel (13 Prozent).

    Haben Sie schon mal eine Weiterbildung gemacht?

    Ein grosser Teil der Personen ohne Weiterbildung in den letzten fünf Jahren stand voll im Erwerbsleben (70 Prozent). Oder sie verfügte über einen Abschluss der Sekundarstufe II (76 Prozent) und war jünger als 55 Jahre alt (66 Prozent).

    Von denen, die sich in den fünf Jahren nicht weiterbildeten, gaben 44 Prozent an, dass sie keine Weiterbildung benötigt haben. Ein Drittel wollte sich aus anderen Gründen nicht weiterbilden. Ein Fünftel konnte trotz Wunsch keine Weiterbildung besuchen.

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    Kommentare

    User #3259 (nicht angemeldet)

    Im Berufsalltag keine Weiterbildung machen, kann ganz sträflich enden. Spätestens wenn du die Stelle verlieren sollest und nach einer neuen suchst, wirst du dann ganz hinten anstehen müssen. Weil du keine Weiterbildungen nachweisen kannst. Ich habe mit 51 noch eine Zusatzausbildung (ein CAS und DAS) gemacht, das hat sich ausgezahlt, als es darum ging, eine verantwortlichere Arbeit zu übernehmen, die obendrein noch besser bezahlt war. Also, gut überlegen. Es kann jeden und jede unerwartet treffen.

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