Weiterbildung: Vermeiden Sie diese Sätze beim Vorstellungsgespräch

Marcel Winter
Marcel Winter

Bern,

Sie haben Ihre Weiterbildung abgeschlossen und streben einen neuen Job an? Achten Sie auf diese Fallstricke im Bewerbungsgespräch.

Bewerbungsgespräch Weiterbildung
Damit Ihr Bewerbungsgespräch ein Erfolg wird, sollten Sie bestimmte Formulierungen gezielt wählen. - Christin Klose/dpa-tmn

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein professionelles Auftreten ist bei jedem Vorstellungsgespräch unerlässlich.
  • Dabei kommt es sowohl auf Ihr Auftreten als auch auf Ihre Gesprächsweise an.

Die meisten Menschen in der Schweiz absolvieren eine Weiterbildung, da sie sich davon berufliche Vorteile erhoffen. Laut Bundesamt für Statistik haben sich 30 Prozent aus beruflichen und nur sieben Prozent aus privaten Gründen weitergebildet. Acht Prozent gaben gemischte Gründe an, der Rest der Befragten hat sich gar nicht weitergebildet.

Weiterbildung für den Karrieresprung

Die Aussicht auf einen Karrieresprung ist für viele Menschen ein wichtiger Motivator für eine Weiterbildung. Sie erhoffen sich ein höheres Gehalt und mehr Ansehen. Wenn dies in der eigenen Firma nicht möglich ist, können Sie sich mit Ihrer Erfahrung und Ihrem neu erworbenen Fachwissen bei anderen Unternehmen bewerben.

Weiterbildung
Eine Weiterbildung kann helfen, Ihre Karriere voranzutreiben. - Depositphotos

Wenn Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden, müssen Sie sich gut darauf vorbereiten. Dazu gehören verschiedene Aspekte. So sollten Sie sich gepflegt und seriös präsentieren, vor allem, wenn es um einen Arbeitsplatz mit Kundenkontakt geht. Achten Sie ausserdem auf pünktliches Erscheinen und begegnen Sie Ihren Gesprächspartnern mit Höflichkeit und Respekt.

Die wichtigsten verbalen No-Gos beim Vorstellungsgespräch

Vermutlich wird Ihre Weiterbildung bald Thema sein. Erklären Sie Ihre Beweggründe sachlich und formulieren Sie diese positiv. Sagen Sie beispielsweise: «Ich habe gemerkt, dass meine tägliche Arbeit zur Routine geworden ist und ich mir eine neue Herausforderung wünsche.» Formulieren Sie es nicht so: «Ich hatte keine Lust mehr auf die langweilige Arbeit, die ich machen musste» oder «Ich war unzufrieden mit dem Gehalt und wollte unbedingt mehr verdienen».

Vorstellungsgespräch
Ein authentisches Auftreten wirkt im Vorstellungsgespräch besonders überzeugend. - Depositphotos

Ganz wichtig: Treten Sie nicht gegen den vorherigen Arbeitgeber nach. Vermeiden Sie Sätze wie «Mein Vorgesetzter war ein inkompetenter Wichtigtuer, den ich nicht mehr ertragen konnte». Wenn es unbedingt nötig ist, formulieren Sie einen diplomatischen Satz, zum Beispiel: «Es gab Spannungen in meiner Abteilung und ich glaubte, dass ich mich woanders besser einbringen könnte.»

Dies gilt umso mehr, wenn Sie aktuell noch bei einem anderen Unternehmen beschäftigt sind. Denken Sie daran, dass die Geschäftswelt je nach Branche sehr klein sein kann. Sie möchten schliesslich nicht, dass Ihr aktueller Vorgesetzter erfährt, dass Sie schlecht über ihn geredet haben.

Haben Sie schon mal eine Weiterbildung gemacht?

Vorsicht mit Eigenlob

Beim Vorstellungsgespräch ist es ein schmaler Grat: Einerseits möchten Sie sich selbstsicher und kompetent präsentieren, andererseits wollen Sie nicht arrogant wirken. Legen Sie sich deshalb vorher sachliche und nachprüfbare Sätze zurecht, die Sie in ein gutes Licht rücken.

Sagen Sie beispielsweise: «Ich habe in meiner Abteilung drei Jahre hintereinander die höchsten Umsätze erzielt» oder «Ich war derjenige, der, für die Firma den Riesenauftrag aus China an Land gezogen hat». Sie können auch Ihre Weiterbildung erwähnen, wenn Sie diese als Klassenbester abgeschlossen haben.

Eigenlob
Beim Hervorheben der eigenen Leistungen ist Fingerspitzengefühl gefragt. - Depositphotos

Vermeiden Sie vages Eigenlob. Erzählen Sie nicht, wie beliebt Sie bei Kundinnen und Kunden sind oder wie Sie «jedes Problem im Handumdrehen lösen können». Das kann schnell so wirken, als würden Sie nur heisse Luft produzieren.

Tipp: Üben Sie Ihre Aussagen vorab zu Hause

Zur guten Vorbereitung gehört auch, dass Sie Ihre Aussagen planen. Am besten funktioniert das mit einer zweiten Person. Diese kann Ihnen sagen, ob bestimmte Sätze selbstsicher oder überheblich wirken. Sie kann auch Nachfragen stellen, damit Sie auf genau diese Fragen im echten Vorstellungsgespräch vorbereitet sind.

Beachten Sie dabei, dass Sie natürlich wirken sollten. Üben Sie keine Sätze ein, als handele es sich um ein Theaterstück. Die Personaler merken sofort, ob Sie ein Schauspiel bieten oder es ernst und ehrlich meinen.

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Kommentare

User #1255 (nicht angemeldet)

Jusos haben nie Bewerbungsgespräche. Weil, sie scheuen die Arbeit.

User #4794 (nicht angemeldet)

Nicht die Sätze üben, sondern sich Stichwortartige Antworten vorher überlegen.

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