In mehreren Kantonen mussten Testzentren aufgrund von mangelnder Hygiene und Qualität geschlossen werden.
Kanton Freiburg Coronavirus
Eine Frau lässt sich auf das Corona-Virus testen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Geschäft mit den Corona-Tests ist für viele Anbieter sehr lukrativ.
  • In einigen Kantonen wurden jetzt aber Testzentren auf behördliche Anweisung geschlossen.
  • Mehrere weisen Mängel an Qualität und Hygiene auf.

Wegen Qualitätsmängeln sind im Kanton Solothurn gleich mehrere Testzentren von den Behörden geschlossen worden. Wie die «Sonntagszeitung» berichtet, waren es allesamt Zentren der Zuger Firma Safetest AG. Die Schliessung wird dadurch begründet, dass «die gesetzlichen Voraussetzungen für den Betrieb des Testcenters nicht mehr erfüllt waren».

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Ein Hinweisschild mit der Aufschrift «Test Covid» weist den Weg zu einem Corona-Testzentrum vor dem Krankenhaus Martigny. - dpa

Schweizweit ist die Safetest AG eine der grössten Corona-Test-Anbieterinnen. Auch in Basel-Stadt, Aargau und Nidwalden mussten ihre Zentren geschlossen werden. Der Grund sind «erhebliche Qualitätsmängel» bei den Tests und den Hygienemassnahmen, aber auch bei der Ausstellung von Zertifikaten. Im Kanton Nidwalden seien die Resultate manchmal verwechselt oder verspätet verschickt worden.

Verantwortlicher Arzt nicht auf dem neusten Stand

Der verantwortliche Arzt ist nicht im Bild über die Geschehnisse. Als der Zürcher Schönheitschirurg Christophe Christ von der «Sonntagszeitung» auf die Schliessungen angesprochen wurde, wusste dieser nicht darüber Bescheid.

Er weist aber die Vorwürfe zurück. «Es gibt kleinliche Kontrollen und je nach Kanton unterschiedliche Vorgaben. Wenn man alle einhalten soll, kann man die Testzentren nicht betreiben.» Er räumt aber ein, dass auch Fehler passiert seien.

Lukratives Geschäft für Testanbieter

In letzter Zeit sind Corona-Tests ein sehr grosses Geschäft geworden. Dies ruft viele dubiose Testanbieter auf den Plan. Laut BAG wurden zwischen Juli 2020 und Juni 2021 Arbeiten in der Höhe von 776 Millionen Franken in Rechnung gestellt.

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