Ski

    Wegen Kosten und Klima: Junge fahren weniger Ski

    Vivian Balsiger
    Vivian Balsiger

    Neuchâtel,

    Immer weniger Jugendliche fahren Ski – Schuld daran sei der Klimawandel. Das soll eine Masterarbeit der Universität Neuenburg zeigen.

    Flims Laax Falera
    Immer weniger Jugendliche fahren in der Region Jura noch Ski. (Symbolbild) - Kantonspolizei Graubünden

    Das Wichtigste in Kürze

    • Immer weniger Jugendliche treiben im Juragebirge noch Skisport.
    • Der Hauptgrund für den Rückgang des Skifahrens in der Region sei der Klimawandel.
    • Das hat Alan Steiner in seiner Masterarbeit an der Universität Neuenburg herausgefunden.

    Immer weniger Junge auf den Schweizer Pisten? Das zumindest soll die Masterarbeit von Alan Steiner von der Universität Neuenburg aufzeigen. In der Jura-Region verliert das Skifahren bei jungen Menschen deutlich an Beliebtheit.

    Skifahren wird immer teurer. Doch laut des Geografie-Studenten sind die Kosten nicht der Hauptgrund, warum immer weniger Jugendliche auf die Piste gehen.

    Eine Umfrage mit etwa hundert Personen macht die wichtigsten Gründe sichtbar. Unter den Befragten befinden sich Lehrkräfte, Skilehrer, technische Leiter sowie Betreuer in Skilagern.

    Der erste Eindruck täusche, heisst es.

    Denn: 86 Prozent der Befragten nennen die Kosten als Hauptgrund. Vor Klimawandel, Skikultur und unsicherem Angebot wegen Schneemangels, wie die Neuenburger Tageszeitung «Arcinfo» berichtet.

    Aber...

    Der Klimawandel ist mit ein Grund

    ...bei genaueren Einzelinterviews bestätigt sich: Der eigentliche Hauptgrund ist der Klimawandel.

    Weniger Schnee bedeutet nämlich weniger geöffnete Skigebiete – und dass sich Saison-Abos für Eltern kaum noch lohnen: «Eltern zögern zunehmend, Saison-Abonnements für ihre Kinder zu kaufen, da sie nicht sicher sind, ob sich diese lohnen», erklärt Steiner.

    Fährst du Ski oder Snowboard?

    Trotz gesunkener Preise durch den Magic Pass verliert das Abo in der Region an Wert: Ohne Schnee lohne sich die Investition kaum noch.

    Sinkendes Skilevel

    Der Rückgang der Praxis wirke sich direkt auf die Fähigkeiten der Jugendlichen aus: Zwei Drittel der Befragten stellen fest, dass Kinder heute unsicherer auf den Skiern stehen.

    jugendliche
    Trotz aller Hindernisse bleibt die Lust aufs Skifahren bei den Jugendlichen laut der Masterarbeit erhalten. (Symbolbild) - AFP/Archiv

    57 Prozent beobachten zudem, dass sie weniger selbstständig sind: Beim Anziehen der Ausrüstung, beim Umgang mit dem Material oder beim Benutzen der Lifte, so «Arcinfo».

    Motivation bleibt

    Trotz allem ist die Lust auf Skifahren noch da: Mehr als die Hälfte der Befragten sieht keine Änderung in der Motivation der Jugendlichen. Skifahren bleibt für sie also mehr als nur ein Sport – es ist Erlebnis, Gemeinschaft und Abenteuer zugleich.

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    Kommentare

    User #3736 (nicht angemeldet)

    Hauptgrund sind die Kosten für Skitage, und auch die Durchmischung der Jugendlichen die Schnee nicht in ihrer Kultur haben. Aber wegen dem Klimawandel dürfte es sich um ein kleines Grüppchen handeln.

    User #2026 (nicht angemeldet)

    Wer will im Stau stehen, auf Kunstschnee fahren, überteuertes Skiabo lösen, für Ski und Skikleider zahlen und erst noch in irgendeiner miesen Gastrobude (garantiert ohne Brandschutz) ein paar fettige Fritten essen? NIEMAND

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