Wird auf dem Gotthardpass bald Ski gefahren?
Das Projekt «Porta Gottardo» will eine Seilbahn von Airolo über den Gotthardpass bis Andermatt bauen. Die Erschliessung stösst bei Umweltschützern auf Kritik.
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Das Wichtigste in Kürze
- Das Komitee «Porta Gottardo» will eine Seilbahn über den Gotthardpass bauen.
- Damit sollen das Skigebiet Andermatt sowie die Gemeinde Realp erschlossen werden.
- Die Idee stösst bei Umweltschützern auf Kritik, Einheimische zeigen sich begeistert.
Skifahren auf dem verschneiten Gotthardpass? Das soll in zehn Jahren möglich sein, wie SRF berichtet. Mit dem Projekt «Porta Gottardo» sollen Airolo TI und Andermatt UR mit einer Seilbahn verbunden werden.
Ein ehrgeiziger Plan der Initianten von «Porta Gottardo», die damit den Vier-Jahreszeiten-Tourismus entwickeln möchten.
Auf 3000 Metern, von Airolo über die Passhöhe auf den Gemsstock, soll ein Anschluss an das Skigebiet Andermatt entstehen.
Zudem soll eine zweite Linie den Pass mit Realp erschliessen. Dass auf dem derzeit noch ruhigen Gotthard künftig Wintersportler ihre Kurven schwingen sollen, kommt jedoch nicht bei allen gut an.
Umweltschützer: «Sehr kritisch für Natur und Landwirtschaft»
Umweltschützer sehen der Idee bedenklich entgegen. So äussert sich Franziska Grossenbacher, Geschäftsleiterin der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, gegenüber SRF: «Wir sehen dieses Projekt sehr kritisch für Natur und Landwirtschaft.»
Bisher steht die Idee rund um «Porta Gottardo» zwar noch in den Kinderschuhen.
Doch insbesondere die Tatsache, dass mehrere Bahnen in ein bisher ungenutztes Gebiet gebaut werden sollen, eckt an. Es sei ein grosser Eingriff, so Grossenbacher.
Einheimische befürworten das Projekt
Zu einem anderen Schluss kommt die Vorstudie der Initianten von «Porta Gottardo». Diese zeigt auf, dass es keine Hinweise auf Umweltprobleme gebe, die durch die Projektentwicklung gefährdet würden.
Begeistert zeigen sich derweil die Einheimischen. «Natürlich würde ich das Projekt sehr begrüssen», sagt Armando Passera gegenüber SRF. Er sieht Potenzial, insbesondere für zukünftige Generationen.
Federica Pelli Samir hält das Projekt für eine «sehr gute Lösung». Vorausgesetzt, man respektiere die Natur.
Tourist Bruno Schneider äussert Kritik an ähnlichen Projekten: «Was man in Andermatt gemacht hat, finde ich übertrieben, verglichen mit der Grösse des Dorfes.»
Ob und wann das Projekt realisiert wird, ist noch unklar. Ein nächster Schritt könnte die Gründung eines Vereins sein, verrät das Komitee von «Porta Gottardo».





















