Wegen Denguefieber: Walliser Quartier mit Insektiziden besprüht
Ein Teil der Walliser Gemeinde Fully musste mit Insektiziden behandelt werden, nachdem ein Einwohner mit Denguefieber von einer Auslandsreise zurückkehrte.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Bewohner der Gemeinde Fully VS hat sich mit dem Denguefieber infiziert.
- Präventiv werden im Quartier des Erkrankten nun Insektizide gesprüht.
- Zudem wurden Larvenbekämpfungsmittel an Wasserstellen der Gemeinde verteilt.
Keine Gartenarbeit für die Einwohner eines Quartiers von Fully VS: Nachdem ein Bewohner mit dem Denguefieber von einer Auslandreise zurückkehrte, reagierten die Behörden und setzten einen Präventionsplan in Kraft.
Um weitere Ansteckungen der durch Tigermücken übertragbaren Krankheit zu vermeiden, wurde das betroffene Quartier mit Insektiziden behandelt. Es ist das erste Mal, dass im Kanton solche Präventionsmassnahmen ergriffen werden.
Im Rahmen der Prävention durch das Insektizid haben Biologen die Anwohner über die Vorsichtsmassnahmen informiert, wie RTS berichtet.
Demnach solle man sich, nachdem das Mittel gesprüht wurde, für eine Stunde nicht nach draussen begeben. Die Gartenarbeit im eigenen Gemüsegarten soll sogar für drei Tage niedergelegt werden.
Die Insektizide hinterlassen keine Spuren in der Umwelt
In einer Sendung von RTS erklärt Schädlingsbekämpfer Sébastien Flükiger: «Wir verwenden Pyrethrum, einen Extrakt aus der Kaukasus-Chrysantheme, ein im Wesentlichen natürliches Produkt, zusammen mit einem Potenzierungsmittel, nämlich Sesamöl.»
Es handelt sich laut Flükiger um Produkte, die sich zersetzen und keine Spuren in der Umwelt hinterlassen.
Trotz der Ansteckung musste sich die erkrankte Person nicht in Quarantäne begeben. Jedoch riet ihr das Gesundheitsamt, zu Hause zu bleiben und sich beim Verlassen des Hauses mit Insektenschutzmittel einzusprühen.
«Es kommt in dieser Jahreszeit häufig vor»
So kann verhindert werden, dass das Virus über Tigermücken weitergegeben wird. «Es kommt in dieser Jahreszeit häufig vor, dass Reisende mit Denguefieber zurückkehren», sagt die Kantonsärztin Delphine Berthod bei RTS.
Indem verhindert werde, dass das Blut von Infizierten mit Tigermücken in Kontakt komme, soll die Einschleppung tropischer Krankheiten vermieden werden.
Nebst dem Einsatz von Insektizid wurde an Stellen der Gemeinde, wo sich Wasser staut, ein Larvenbekämpfungsmittel verteilt.
Auch Malaria wird durch Mücken übertragen
Das Denguefieber ist nicht die einzige Krankheit, die durch Mücken weitergegeben werden kann. Erst kürzlich kam es am Flughafen Frankfurt zu einem Vorfall, bei dem sich vier Flughafenmitarbeiter mit Malaria infiziert haben.
Es wird vermutet, dass die Krankheit durch eine mitgereiste Mücke übertragen wurde.

















