Stadt Basel

In Basel: Erstmals Dengue-Virus nördlich der Alpen nachgewiesen

Keystone-SDA
Keystone-SDA, Stephan Felder

Basel,

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei einer Untersuchung gefangener Tigermücken erstmals das Dengue-Virus nachgewiesen.

Bei einem Pool gefangener Asiatischer Tigermücken aus dem Jahr 2024 wies das Basler Kantonslabor erstmals das Dengue-Virus nach. (Archivbild)
Bei einem Pool gefangener Asiatischer Tigermücken aus dem Jahr 2024 wies das Basler Kantonslabor erstmals das Dengue-Virus nach. (Archivbild) - KEYSTONE/DPA-Zentralbild/PATRICK PLEUL

Das Wichtigste in Kürze

  • In Basel ist erstmals das Dengue-Virus nördlich der Alpen nachgewiesen worden.
  • Das Dengue-Virus hat sich in den letzten Jahren weltweit stark ausgebreitet.
  • In der Schweiz ist allerdings bisher keine Übertragung von Dengue bekannt.

Der Fund stellt den ersten publizierten Nachweis dieses Virus in Stechmücken nördlich der Alpen dar.

Auf den Fund stiessen die Fachleute bei einer Probe des Pilotmonitorings aus dem Jahr 2024 bei der Gattung Aedes. Zu dieser zählt auch die Asiatische Tigermücke.

Unter den hiesigen klimatischen Bedingungen handle es sich um «seltenes Ereignis», schreibt das Kantonslabor am Dienstag.

Auch in Europa ist das Dengue-Virus schon übertragen worden

Das Dengue-Virus hat sich in den letzten Jahren weltweit stark ausgebreitet. Die Zahl der Fälle ist stark gestiegen und auch in Europa ist es zu ersten Übertragungen gekommen. In der Schweiz ist allerdings bisher keine Übertragung von Dengue bekannt.

bozen dengue
Das Dengue-Fieber wird von Mücken übertragen. - Depositphotos (Symbolbild)

Eine Dengue-Infektion ohne Reisehintergrund ist laut dem Basler Kantonslabor zwar grundsätzlich möglich. Im Gegensatz zur letztjährigen Chikungunya-Übertragung im Elsass jedoch deutlich unwahrscheinlicher.

Grund dafür ist, dass eine Übertragung des Dengue-Virus wesentlich höhere Temperaturen erfordert, wie es im Communiqué heisst.

Das Zeitfenster, in dem eine Mücke das Virus von einer infizierten Person aufnehmen und weitergeben kann, beschränkt sich auf Hochsommermonate.

Risiko in der Schweiz zwar da, aber eher klein

Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schätzt das Risiko einer Dengue-Fieber-Übertragung in der Schweiz als begrenzt ein.

Bist du schon einmal in ein Dengue-Risikoland gereist?

Es bestehe in der Schweiz zwar ein grundsätzliches Risiko für eine Dengue-Übertragung. Doch dieses sei «sehr gering und nur unter bestimmten Bedingungen gegeben», heisst es auf der Internetseite des BAG.

«Dazu müssten zum Beispiel Mücken das Virus bei einem mit Dengue-Viren infizierten Reiserückkehrer aufnehmen und auf eine andere Person übertragen.»

Kommentare

User #2425 (nicht angemeldet)

Steckt sich die Muecke zuerst beim Menschen an und verbreitet es dann weiter?

User #6452 (nicht angemeldet)

Wir Skeptiker glauben das nicht. Habe meine Quelle (Telegram) gefragt.

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