Am Weihnachtswochenende sind in der Schweiz Diebe in zahlreiche Häuser eingebrochen. Auch der eine oder andere Weihnachtsbaum sorgte für Feuer unter dem Dach.
Am Weihnachtswochenende sind in der Deutschschweiz Diebe in zahlreiche Häuser eingebrochen. - Kantonspolizei St. Gallen

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Weihnachtswochenende wurde in der ganzen Schweiz viel eingebrochen.
  • Auch die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun.
  • In St.Gallen hatte eine Tankstelle besonders Pech, sie wurde gleich zwei Mal überfallen

Viel zu tun für die Polizei an diesem Wochenende: Während Herr und Frau Schweizer bei ihrer Verwandtschaft feierten, nutzten zahlreiche Einbrecher die Gunst der Stunde. Auch die Feuerwehr hatte viel zu tun, zu beklagen sind neben dem Sachschaden auch zwei Katzen-Leben.

Getrübte Stimmung im Aargau

Im Kanton Aargau suchten Diebe an Heiligabend insgesamt neun Wohnhäuser heim. In Oberrohrdorf etwa überraschten die heimkehrenden Bewohner zwei Einbrecher auf frischer Tat, wie die Kantonspolizei Aargau am Samstag mitteilte. Die Einbrecher rannten demnach aus dem Haus und verschwanden in der Dunkelheit.

«Jäh getrübt» wurde die weihnachtliche Stimmung laut der Aargauer Polizei auch bei den Bewohnern weiterer sechs Einfamilienhäuser und zweier Wohnungen. Spätabends von Weihnachtsfeiern heimgekehrt, mussten auch sie feststellen, dass Einbrecher ihr Heim durchwühlt hatten. Die Einbrecher erbeuteten Bargeld, Uhren und Schmuck.

Teurer Schmuck in Zürich gestohlen

Die Stadtpolizei Zürich nahm am frühen Samstagmorgen drei mutmassliche Diebe im Kreis 10 fest, die sie bei der Tat überrascht hatte. Bei einem Einbruch in ein Doppeleinfamilienhaus in Opfikon ZH entwendeten Täter am späten Freitagnachmittag Schmuck im Wert von mehr als hunderttausend Franken, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte.

Die Kantonspolizei Zürich hat zusammen mit dem Forensischen Institut Zürich ein aufwändiges Ermittlungsverfahren gegen zwei mutmassliche Schmuckdiebe geführt.
(Symbolbild)
Die Kantonspolizei Zürich hat zusammen mit dem Forensischen Institut Zürich ein aufwändiges Ermittlungsverfahren gegen zwei mutmassliche Schmuckdiebe geführt. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Im Kanton St. Gallen kam es am Weihnachtstag zu mehreren Einbrüchen sowie zu zwei Raubüberfällen. Am Samstagnachmittag wurde in Wil ein 60-jähriger Mann in einem Gastrobetrieb von zwei Personen bedroht, wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilte. Sie forderten Geld, verletzten den Mann und flüchteten mit dem erbeuteten Bargeld. Eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen konnte das Auto der Männer feststellen und diese festnehmen.

St.Galler Tankstelle gleich zweimal ausgeraubt

Bei einem zweiten Raub am frühen Abend in der Stadt St. Gallen bedrohte ein Mann eine Verkäuferin eines Tankstellenshops und forderte Bargeld. Er erbeutete laut Polizei mehrere hundert Franken. Die Fahndung durch Kantonspolizei und Stadtpolizei St.Gallen blieb erfolglos.

In der Nacht auf Sonntag wurde kurz vor 4 Uhr ein Einbruch in denselben Tankstellenshop gemeldet. Bei einem weiteren Einbruch in der Stadt St.Gallen wurden in einem Mehrfamilienhaus vier Kellerabteile aufgebrochen und daraus diverse Güter im Wert von mehreren hundert Franken gestohlen. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf mehreren tausend Franken.

Gleich vier Einbrüche wurden der Kantonspolizei St. Gallen am 24. Dezember gemeldet. Sie fasste zwei mutmassliche Einbrecher.

Brennende Weihnachtsbäume landauf, landab

Im bernischen Hindelbank zerstörte ein Grossbrand am späten Samstagabend ein Mehrfamilienhaus. Menschen wurden nicht verletzt, allerdings kamen zwei Katzen ums Leben. Die aufwendigen und zeitintensiven Nachlöscharbeiten waren am Sonntag noch im Gang.

Die Liegenschaft ist laut der Kantonspolizei Bern nicht mehr bewohnbar. Für die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner wurden in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lösungen zum Wohnen gefunden.

Weihnachten nicht allein feiern - dafür setzt sich die Initiative «KeinerBleibtAllein» ein. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Weihnachten nicht allein feiern - dafür setzt sich die Initiative «KeinerBleibtAllein» ein. Foto: Christin Klose/dpa-tmn - dpa-infocom GmbH

Ein Weihnachtsbaum mit brennenden Kerzen geriet am Samstagabend in Utzigen BE in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Brand. Den anwesenden Personen gelang es, das Feuer grösstenteils zu löschen. Verletzt wurde niemand. Die Wohnung sei nicht mehr bewohnbar, teilte die Kantonspolizei Bern am Sonntag weiter mit. Der Sachschaden wird auf mehrere Zehntausend Franken geschätzt.

Bei einem Wohnungsbrand in Winterthur entstand an Heiligabend ein Sachschaden von etwa 400'000 Franken in einem Mehrfamilienhaus. Verletzt wurde niemand. Die betroffene Wohnung ist jedoch nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner wurden in einem Hotel untergebracht.

52 Prozent der Bundesbürger befürchten, dass Haushalte wegen der Corona-Krise Weihnachten getrennt feiern müssen. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn/dpa
52 Prozent der Bundesbürger befürchten, dass Haushalte wegen der Corona-Krise Weihnachten getrennt feiern müssen. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn/dpa - dpa-infocom GmbH

Eine batteriebetriebene Kerze, die ein Adventsgesteck und einen Tisch in Brand setzte, dürfte am Weihnachtstag laut Kantonspolizei St. Gallen für einen Brand in einem Einfamilienhaus in Rapperswil-Jona SG verantwortlich sein. Das Bewohnerpaar konnte das Gesteck ins Freie befördern und den Brand vor dem Eintreffen der Feuerwehr löschen. Dabei zog sich der Mann jedoch Verbrennungen an der Hand zu und musste ins Spital gebracht werden. Es entstand mehrere tausend Franken Sachschaden.

An Heiligabend konnte ein Brand in einer Sauna in Oberuzwil SG durch den Hausbesitzer gelöscht werden und in Schwarzenbach SG fing ein Adventskranz Feuer. Auch beim Brand einer Waldhütte in Gachnang TG wurde niemand verletzt.

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