Studie

    Viele ältere Arbeitslose finden nicht in den Arbeitsmarkt zurück

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Das Risiko, im Alter arbeitslos zu werden, hat in den letzten Jahren nicht zugenommen. Jedoch finden 50-jährige Arbeitslose schwerer wieder ins Arbeitsleben.

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    Eine Studie zeigt, dass ältere Arbeitslose Probleme haben, wieder in der Arbeitswelt Fuss zu fassen. (Symbolbild) - Pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Risiko, im Alter arbeitslos zu werden, hat in den vergangenen Jahren nicht zugenommen.
    • Arbeitslose 50-Jährige finden allerdings schwerer wieder in die Arbeitswelt zurück.

    Das Risiko, im Alter arbeitslos zu werden, hat mit den Jahren nicht zugenommen. 50-Jährige, die einmal arbeitslos sind, finden aber nur schwer wieder in den Arbeitsmarkt zurück. Zu diesen Schlüssen kommt eine Studie im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco).

    Diese nahm Erwerbstätige unter die Lupe, die zwischen 1992 und 2012 50-jährig geworden sind. Erste Feststellung: Immer mehr ältere Personen sind erwerbstätig. Dies liegt in erster Linie daran, dass die Erwerbstätigenquote der Frauen über die Jahre hinweg gestiegen ist.

    Der Anteil der Arbeitslosen hingegen ist stabil geblieben. Das Arbeitslosenrisiko und die Arbeitslosendauer hat sich über die Jahre hinweg kaum verändert.

    Schwierigkeiten beim erneuten Fuss fassen

    Wer mit 50 Jahren arbeitslos ist, findet jedoch nur schwer wieder eine Stelle: Gemäss der Studie sind rund die Hälfte der Betroffenen auch mit 60 Jahren nicht im Arbeitsmarkt. 20 Prozent beziehen eine IV-Rente. Zum Vergleich: Von den 50-jährigen Erwerbstätigen sind drei Viertel auch mit 60 Jahren erwerbstätig. Nur 7 Prozent von ihnen beziehen eine IV-Rente.

    Die Studie untersuchte auch die Entwicklung über die Zeit hinweg. Sie kommt zu einem klaren Schluss: Für 50-jährige Arbeitslose ist es nicht schwieriger geworden als früher, wieder Fuss zu fassen im Arbeitsmarkt. Anders sieht es für jene aus, die erst in höherem Alter arbeitslos geworden sind. Für sie ist die Hürde, wieder eine Stelle zu finden, im Lauf der Jahre höher geworden.

    Situation beschäftigt Politik

    Die Situation älterer Arbeitsloser beschäftigt derzeit die Politik. Der Bundesrat schlägt eine Überbrückungsrente vor für jene, die nach dem 60. Altersjahr von der Arbeitslosenversicherung ausgesteuert werden.

    Die Massnahme steht im Zusammenhang mit der Begrenzungsinitiative, die die Personenfreizügigkeit beenden will. Der Ständerat hat die Pläne des Bundesrats in der Wintersession zusammengestrichen, nun ist der Nationalrat am Zug.

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