Unternehmer kämpft für Schweizer Aromat
Ein Basler Unternehmer startet die Petition «Aromat gehört dr Schwiiz», um Produktion und Rezeptur des Gewürzes in der Schweiz zu sichern.

Ein Basler Unternehmer hat eine Petition lanciert, um Aromat in Schweizer Händen zu behalten, berichten die «Schaffhauser Nachrichten».
Die Initiative soll auch den Produktionsstandort Thayngen sichern und lokale Arbeitsplätze schützen. Sie trägt den Titel «Aromat gehört dr Schwiiz – Eine Stimme für unser Nationalgewürz!».
Der Initiant reagiert auf den geplanten Verkauf des Lebensmittelgeschäfts von Unilever an den US-Gewürzkonzern McCormick, schreiben die «MSN Nachrichten». Der Deal umfasst globale Marken wie Knorr und Aromat in einem rund 44,8 Milliarden Dollar schweren Geschäft.
Forderungen der Petition für Aromat
Die Petition fordert eine Produktionsgarantie für Thayngen und den Schutz der originalen Schweizer Rezeptur, schreiben die «Schaffhauser Nachrichten».
Zudem soll die Prüfung einer Schweizer Lösung erfolgen, um die Marke langfristig in Schweizer Händen zu sichern. Ausserdem solle eine «Aromat Schweiz AG» geprüft werden, damit Schweizer Bürgerinnen und Bürger Mitbesitzer werden könnten.
Innerhalb kurzer Zeit seien bereits über 1100 Unterschriften gesammelt worden, das Ziel seien 10'000 Unterzeichner, berichten die «MSN Nachrichten». Die Petition richte sich an McCormick, Unilever und die Schweizer Behörden, um die Forderungen durchzusetzen.
Forderungen und Umsetzung
Die Petition richtet sich gegen den umfassenden Verkauf des Gewürz- und Lebensmittelsegments, heisst es bei der «Handelszeitung». Michael C. Oehl kämpft dafür, dass Aromat langfristig in Schweizer Händen bleibt.
Aromat wurde 1952 in der Schweiz entwickelt und gilt seit Jahrzehnten als fester Bestandteil der Schweizer Esskultur. Das Gewürz entstand für Knorr in Thayngen und hat trotz internationaler Markenlage seine lokale Bedeutung behalten.

Unklar ist bisher, wie McCormick die Zukunft des Gewürzes gestalten will und ob Produktionsstandort sowie Rezeptur dauerhaft gesichert werden können. Die Petition bleibt in den kommenden Wochen ein zentrales Element des öffentlichen Diskurses.








