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UBS will vor allem Credit-Suisse-Mitarbeitern kündigen

Luna Gerber
Luna Gerber

Zürich,

Fast drei Jahre nach dem Kollaps der Credit Suisse folgt der nächste Wendepunkt: Die UBS beginnt mit dem grossen Stellenabbau.

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Drei Jahre nach dem CS-Crash: Die UBS will im März tausenden Ex-Mitarbeitenden kündigen. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Massenabbau: Ende März will die UBS etlichen ehemaligen CS-Mitarbeitenden kündigen.
  • Dadurch sollen 12 Milliarden Franken gespart werden – rund 35’000 Stellen fallen weg.
  • Besonders betroffen sind IT- und Backoffice-Teams nach der Systemmigration.

Fast drei Jahre nach der Notübernahme der Credit Suisse durch die UBS folgt der nächste harte Einschnitt.

Ende März will die Grossbank sogenannte RIF-Briefe verschicken. Darüber berichtet der «Tagesanzeiger».

RIF steht für «Reduction in Force» und bezeichnet Stellenstreichungen aus strukturellen Gründen.

Betroffen sind rund 20 Prozent der ehemaligen CS-Mitarbeitenden, deren Funktionen nach Abschluss zentraler Migrationsprojekte entfallen. Migrationsprojekte bezeichnen technische Umstellungen, bei denen die Kundschaft von der Credit Suisse zur UBS übertragen wird.

UBS will Milliarden sparen

Der Stellenabbau ist Teil eines Sparprogramms, wobei die fusionierte UBS rund 12 Milliarden Franken einsparen will. Die Belegschaft soll von einst 115'000 auf 80'000 Mitarbeitende schrumpfen.

Allein 2023 verursachte die frühere CS Personalkosten von 7,9 Milliarden Franken – rund ein Drittel der Gesamtkosten des neuen Konzerns.

Die UBS betont zwar, man wolle den Abbau «so gering wie möglich halten». Für die Schweiz werden jedoch weiterhin rund 3000 fusionsbedingte Stellenstreichungen genannt.

Konkrete Zahlen zu weltweiten Kündigungen nennt die Bank nicht. Sie verweist stattdessen auf Sozialpläne mit langen Kündigungsfristen, Umschulungsbudgets und Frühpensionierungen.

IT und Backoffice besonders betroffen

Der Zeitpunkt dieses Einschnittes ist kein Zufall. Bis Ende des Quartals soll die ehemalige CS-Kundschaft mehrheitlich auf UBS-Systeme umsteigen.

IT-Teams, die sich um alte Credit-Suisse-Plattformen kümmerten, verlieren damit ihre Aufgabe.

Auch das Backoffice steht unter Druck, so der «Tagesanzeiger». Zahlungsverkehr, Konto- und Depotabwicklung liefen während der Übergangsphase teilweise doppelt. Mit dem Ende dieser Parallelstrukturen verschwinden auch viele Stellen.

Betroffen sind zudem Funktionen, die nur für die Fusion geschaffen wurden: Change-Manager, Koordinations- und Reportingrollen.

Geht die UBS beim Abbau der Stellen zu hart vor?

Gegen aussen verlief die Not-Fusion bislang ziemlich ruhig. Doch der Umbau sei nach wie vor nicht vollendet. Ein vollständiger Abschluss werde erst in einem Jahr erwartet. Sergio Ermotti bleibt vorerst CEO der Grossbank.

Kommentare

Partnun123

war voraus zu sehen, denn viele Stellen sind seit der Übernehme doppelt besetzt und es ist nachvollziehbar, dass zuerst den Neuankömmling gekündigt wird

User #6243 (nicht angemeldet)

Und noch mehr ab 50ig jährige, welche leider als hier aufgewachsene, und schweizerdütsch sprechende, ab 50ig bei Stellenverlust, keine Chance mehr haben auf dem Arbeitsmarkt, und leider bis 65ig von Steuergeldern leben müssen. Aber mit zusätzlichen Sparmassnahmen, Defizite, und Steuererhöhungen, lässt sich diese neue Realität sicher gut finanzieren.

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