UBS

Bankenkrise: UBS und CS streichen 36'000 Stellen in drei Jahren

Luna Gerber
Luna Gerber

Bern,

Die Integration der Credit Suisse in die UBS kostete bisher 36'511 Stellen – betroffen sind vorwiegend externe Mitarbeitende.

Zahntausende CS-Stellen wurden seit der Fusion mit der UBS gestrichen - währenddessen erlebt die UBS einen regelrechten Höhenflug. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 36’511 Jobs fallen seit dem Credit-Suisse-Zerfall weg - vor allem Externe sind betroffen.
  • Die UBS-Aktien haben sich in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt.
  • 85 % der CS-Konten sind mittlerweile migriert und weitere Stellenabbauten sind geplant.

Seit dem Zerfall der Credit Suisse und ihrer Fusion mit der UBS vor drei Jahren wurden 36'511 Angestellte entlassen. Die UBS hat in den vergangenen drei Jahren massenhaft CS-Stellen gestrichen.

Zum Grossteil handelt es sich bei den Betroffenen um extern Beschäftigte. Heisst: Sie arbeiteten zwar für die CS, jedoch ausserhalb der Bank, meist im Informatikbereich.

Mittlerweile zählt die fusionierte Grossbank noch 16'000 externe Angestellte. Darüber berichtete SRF zuerst.

Weiter habe sich der Zusammenschluss mit der Credit Suisse für die UBS finanziell ausgezahlt. Denn ihr Aktienkurs hat sich seither mehr als verdoppelt. Anlegerinnen und Anleger profitieren damit deutlich vom Deal.

Während der Krise kostete die Aktie nur etwa halb so viel wie heute. Heute ist die UBS an der Börse rund 124 Milliarden Franken wert.

Zusammenschluss auf Hochtouren

Die technische Zusammenführung schreitet weiter voran. Bereits 85 Prozent der 1,1 Millionen Schweizer Kundenkonten wurden migriert. Diese Konten laufen nun vollständig auf UBS-Systemen.

In den nächsten Wochen folgen Fonds, Depots und Restbestände. Bis Jahresende soll die alte CS-Informatik endgültig abgeschaltet werden.

Die CS nur noch Geschichte

In der Schweiz haben bereits 85 frühere CS-Filialen ihre Türen zum letzten Mal geschlossen. Betroffen waren Orte mit mehreren Standorten und zu geringer Nachfrage.

Trotz eines Jahresgewinns von 7,8 Milliarden Dollar baut die UBS weiter Stellen ab. Geplant sind hierzulande rund 3000 Kündigungen. Der Hauptteil davon soll im zweiten Halbjahr erfolgen. Ende 2024 beschäftigte die UBS in der Schweiz 34'182 Vollzeitkräfte.

Geht die UBS beim Abbau der Stellen zu hart vor?

Rechtlich existiert die Credit Suisse seit rund anderthalb Jahren nicht mehr. Im Juli 2024 wurde ihr Name aus dem Handelsregister gestrichen. Alle Rechte und Pflichten gingen damit vollständig an die UBS über.

Kommentare

User #2535 (nicht angemeldet)

Man nennt das Gewinnoptimierung.

User #2608 (nicht angemeldet)

Rohner habe so viel verdient wegen der hohen Verantwortung. Hat er diese wahrgenommen, die Verantwortung meine ich?

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