Trauerfeier für die verunfallten Adelbodner in Frutigen BE

Heute findet in Frutigen BE die Trauerfeier für die sechs jungen Männer statt, die bei einem Unfall in Schweden gestorben sind. Die Anteilnahme ist gross.

Grosse Anteilnahme beim Abschiedsgottesdienst für sechs in Schweden verunglückte Schweizer in Frutigen BE. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Schweden ereignete sich Mitte Januar ein Unfall, bei dem sechs junge Schweizer starben.
  • Heute Mittwochnachmittag findet in Frutigen BE die Trauerfeier statt.
  • Mehrere tausend Personen nehmen Abschied von den Todesopfern.

Im Rahmen einer Trauerfeier nimmt die Bevölkerung heute Mittwochnachmittag Abschied von den sechs jungen Schweizern, die Mitte Januar bei einem Verkehrsunfall in Nordschweden ums Leben kamen. Die Opfer stammten mehrheitlich aus Adelboden.

Wegen der vielen Trauergäste musste die Abdankung in die Frutiger Wydi-Halle im Nachbardorf Frutigen BE verlegt werden. Die Halle war bereits rund eine halbe Stunde vor der Abdankung bis auf den letzten Platz gefüllt. Leise Musik erklang, ansonsten war es fast vollkommen still. Der Berner Regierungsrat Pierre-Alain Schnegg sprach unter anderem zu den Trauernden.

Der Berner Regierungsrat Pierre-Alain Schnegg spricht an der Trauerfeier in Frutigen BE. - Keystone

Fotos und ein grosses Holzkreuz

Die Trauer um die sechs jungen Männer lastete schwer auf allen. Vor dem Saal waren auf Stelen Fotos der sechs Todesopfer zu sehen, beleuchtet von vielen Kerzen.

Ein grosses Holzkreuz überstrahlte die Szene. «Getragen auf Adlers Flügeln bis hinein in die Ewigkeit» intonierte ein grosser Chor zu Beginn der Feier.

Kerzen, ein Kreuz und ein Kranz beim Abschiedsgottesdienst für die in Schweden verunfallten Schweizer. - Keystone

Über dem Chor wurde ein Foto der sechs jungen Männer projiziert. Es zeigte sie lebensfroh auf ihrer Reise zu den Polarlichtern, die am 12. Januar so tragisch endete.

Die Beisetzung der Todesopfer erfolgt dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Reise zu den Polarlichtern

Die jungen Männer waren zu siebt in einem Kleinbus unterwegs auf einer Reise zu den Polarlichtern. Auf einer Landstrasse südlich von Kiruna stiess der Kleinbus frontal mit einem Lastwagen zusammen. Sechs Insassen des Kleinbusses kamen ums Leben, einer überlebte verletzt.

Das Unglück ereignete sich in der Nacht vom 12. Januar bei garstigen Witterungsbedingungen in einer bei Einheimischen als gefährlich bekannten Kurve. Bislang ist noch nicht im Detail geklärt, wie es zum Frontalzusammenstoss mit dem Lastwagen einer Eisenerzfirma kam. Der Lastwagenfahrer wurde beim Zusammenstoss nicht verletzt.

Man kennt sich noch im Dorf

Von den sechs Todesopfern stammen fünf aus dem Berner Oberländer Dorf Adelboden. Auch der Verletzte kommt von dort. Einer der jungen Männer lebte im Kanton Solothurn. Sie waren alle zwischen 19 und 27 Jahre alt.

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