Wasser

Tödliches Badewetter: Bisher sind 15 Menschen im Wasser verstorben

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

In nur einem Monat sind in der Schweiz mindestens 15 Menschen ertrunken – zuletzt zwei Personen in der Aare.

Wetter Sommer Baden
Bei warmem Sommerwetter ist der Sprung ins kühle Nass besonders verlockend. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In den vergangenen 30 Tagen sind mindestens 15 Menschen bei einem Badeunfall verstorben.
  • Die Zahl liegt damit über den Werten von 2024 und 2025.
  • Durchschnittlich ertrinken pro Jahr rund fünfzig Personen.

Laut der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft liegen die Fallzahlen derzeit über dem Vorjahreswert.

Auch historisch betrachtet sind die aktuellen Fallzahlen eher hoch, wie die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Zwar lägen sie noch unter den Werten der Jahre 2022 und 2023, aber bereits über jenen von 2024 und 2025.

Prävention zeigt Wirkung

Zwischen 1931 und 1974 war die Zahl der Badetoten in der Schweiz sehr hoch. Seither sank sie kontinuierlich. In den vergangenen Jahren bewegten sich die Fallzahlen um den Durchschnitt von rund fünfzig Todesfällen pro Jahr.

Angesichts des Bevölkerungswachstums sei die Ertrinkungsrate pro 100'000 Einwohner aussagekräftiger, so die SLRG. 2025 lag sie bei rund 0,5.

Badeplausch hat eine Kehrseite

Bei schönem Wetter hielten sich mehr Menschen im und am Wasser auf, wodurch sich die Risikoexposition erhöhe, so die SLRG.

Die eigene Selbstüberschätzung, die Unterschätzung von Gefahren sowie wechselnde Wasser- und Strömungsverhältnisse seien ebenfalls keine unwesentlichen Faktoren.

Schwimmen
Durchschnittlich ertrinken pro Jahr rund fünfzig Personen. - keystone

In der Ertrinkungsstatistik sind sowohl junge Erwachsene zwischen 17 und 32 Jahren als auch Menschen ab 65 Jahren besonders oft vertreten. Während bei jungen Erwachsenen Risikoverhalten eine wesentliche Rolle spiele, kämen bei älteren Personen zusätzlich gesundheitliche Faktoren hinzu.

Die Statistik zeigt ausserdem, dass Männer deutlich häufiger tödlich verunfallen als Frauen.

Unberechenbare Naturgefahren

Die meisten tödlichen Unfälle ereignen sich in Naturgewässern wie Seen und Flüssen. Im Gegensatz zu Schwimmbädern seien die Bedingungen dort weniger vorhersehbar, so die SLRG.

Während in Flüssen insbesondere Strömungen, Hindernisse, Wehre und schwierige Ausstiegsstellen Risiken darstellten, würden in Seen häufig Distanzen, Wassertemperaturen oder Wetterveränderungen unterschätzt.

Mehr zum Thema:

Weiterlesen

kapo bern
Interlaken BE
aare
Bern
Neuenburgersee
Boudry/Cortaillod NE

MEHR WASSER

Rheinau
33 Interaktionen
Kaum Wasser
Andwil
Bettina Bally
1 Interaktionen
Legionellen
7 Interaktionen
Bellinzona

MEHR AUS STADT BERN

Hochhaus Europaplatz
9 Interaktionen
Quartier redet mit
Wohlen
Uettligen BE