Tödlicher Brand in Kerzers – Guy Parmelin besucht Ort der Tragödie
Nach dem tödlichen Brand in Kerzers besucht Bundespräsident Guy Parmelin den Tatort und gedenkt der Opfer des Businfernos.

Der tödliche Brand in einem Linienbus erschüttert weiterhin die Schweiz und sorgt landesweit für grosse Betroffenheit. Bundespräsident Guy Parmelin reiste deshalb nach Kerzers, um den Opfern der Tragödie persönlich zu gedenken.
Am Mittwochabend legte Parmelin gemeinsam mit seiner Frau Caroline Blumen am Ort des Brandanschlags nieder. Begleitet wurde er von Vertretern der Freiburger Regierung sowie zahlreichen Einsatzkräften, berichtet «SWI swissinfo».
Mehrere Hundert Menschen verfolgten die stille Zeremonie trotz leichten Regens im Zentrum der Gemeinde. Dabei legte der Bundespräsident einen Kranz und eine weisse Rose nieder und trug sich ins Kondolenzbuch ein.
Gedenken nach tödlichem Busbrand
Parmelin zeigte sich tief betroffen über das Unglück und sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus. Er erklärte: «Meine Gedanken sind bei den Opfern, deren Angehörigen und allen, die betroffen sind», schreibt «SWI swissinfo».
Der Bundespräsident dankte zudem den Rettungskräften für ihren Einsatz unmittelbar nach dem Brand. In solchen Momenten zeige sich besonders deutlich, wie wichtig Zusammenhalt und Menschlichkeit seien.
Auch im Schweizer Parlament wurde der Opfer gedacht. Wie der «Deutschlandfunk» berichtet, erhoben sich die Mitglieder des Nationalrats zu einer Schweigeminute.
Ermittlungen zum Brand
Das Feuer brach am Dienstagabend in einem Linienbus im Freiburger Ort Kerzers aus. Sechs Menschen kamen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt, darunter teilweise schwer, berichtet der «Deutschlandfunk».
Nach bisherigen Erkenntnissen gehen Ermittler von einer vorsätzlichen Tat aus. Ein Mann soll sich im Bus mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und selbst angezündet haben.
Die Behörden vermuten laut Ermittlern psychische Probleme beim mutmasslichen Täter. Einen terroristischen Hintergrund schliessen Polizei und Staatsanwaltschaft derzeit aus, berichtet die Nachrichtenagentur AP.
Schock für eine ruhige Gemeinde
Der Brand ereignete sich kurz vor der Endstation eines Postautos nahe dem Zentrum von Kerzers. Augenzeugen berichteten von meterhohen Flammen und dichter Rauchentwicklung, schreibt die «Bild».
Rettungskräfte rückten mit einem Grossaufgebot an, darunter Feuerwehr, Polizei und Rettungshubschrauber. Die Identifizierung der Opfer könnte wegen der schweren Brandspuren mehrere Tage dauern, meldet die «Welt».

Am Abend des Gedenkens fand zudem ein ökumenischer Trauergottesdienst in der reformierten Kirche von Kerzers statt. Viele Einwohner nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu trauern und der Opfer der Brandtragödie zu gedenken.












