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Studie zeigt: Schweizer unterschätzen Krankheitsrisiko massiv

Keystone-SDA
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Bern,

Schweizer fühlen sich gesünder als sie sind – ausgerechnet bei den gefährlichsten Krankheiten täuschen sie sich am meisten.

gesundheit
Schweizerinnen und Schweizer neigen dazu, ihr persönliches Gesundheitsrisiko zu unterschätzen. (Symbolbild) - pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele in der Schweiz unterschätzen ihr persönliches Risiko für schwere Krankheiten.
  • Besonders Diabetes und Demenz werden stark unterschätzt, trotz hoher Häufigkeit.
  • Eine Studie zeigt: Menschen kennen Krankheiten, sehen sich selbst aber als zu sicher.

Die Schweiz hält sich für gesünder, als sie ist. Ob Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Demenz – Schweizerinnen und Schweizer schätzen ihr persönliches Erkrankungsrisiko systematisch zu tief ein.

Dies geht aus der von der Krankenversicherung Sanitas finanzierten «Health Forecast»-Studie hervor. Sie zeigt ein auffälliges Muster: Die Bevölkerung ist sich schwerer Krankheiten zwar bewusst, hält sich persönlich aber oft für weniger gefährdet als Gleichaltrige gleichen Geschlechts.

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Viele Schweizerinnen und Schweizer schätzen ihr Risiko, an Krankheiten wie Diabetes zu erkranken, systematisch zu niedrig ein. (Symbolbild) - keystone

Besonders deutlich zeigt sich diese Sorglosigkeit bei Diabetes und Demenz. Nur 16 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass ihr persönliches Risiko für Typ-2-Diabetes über dem Durchschnitt liegt.

Dabei liegt das Lebenszeitrisiko laut dem Health Forecast in Industrienationen bei bis zu 40 Prozent. Bei Demenz sind es sogar nur 13 Prozent. Auch bei Krebs sieht sich lediglich gut jede fünfte Person stärker gefährdet.

Auch Herzleiden werden unterschätzt

Am ehesten erkennen Schweizerinnen und Schweizer ein erhöhtes Risiko bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 28 Prozent halten ihr persönliches Risiko für überdurchschnittlich.

Wie hoch schätzt du dein persönliches Risiko für eine schwere Krankheit ein?

Unterschiede zeigen sich auch zwischen Männern und Frauen. Beim Krebsrisiko sind Frauen vorsichtiger: 24 Prozent schätzen ihr Risiko als überdurchschnittlich ein, bei den Männern sind es 18 Prozent.

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Am wenigsten Sorgen bereiten den Befragten Erkrankungen wie Demenz oder Diabetes. (Symbolbild) - keystone

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist es umgekehrt: Hier sehen sich 31 Prozent der Männer stärker gefährdet, gegenüber 25 Prozent der Frauen.

Befragt wurden für den Health-Forecast rund 2500 Personen zwischen 18 und 74 in der ganzen Schweiz. Die Studienergebnisse flossen in das Buch mit dem Titel «Health Forecast – Gewappnet für die Zukunft» ein, das am Dienstag erscheint.

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Kommentare

User #2036 (nicht angemeldet)

Gefährlich ist auch die Angst.

User #4192 (nicht angemeldet)

Immer werden alle Schweizer durch irgendwelche Möchtegern-Experten in denselben Topf geschmissen. Schämt euch!

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