Bund sammelt Informationen zu Ansteckungen künftig digital
Der Bund führt epidemiologische Informationen zu übertragbaren Krankheiten künftig in einer schweizweiten digitalen Plattform zusammen. Für die ersten Etappen des Projekts bis 2034 hat der Bundesrat 45,3 Millionen Franken freigegeben.

Hintergrund des Vorhabens sind die Erfahrungen der Corona-Pandemie, wie die Landesregierung anlässlich ihrer Sitzung am Freitag mitteilte. Meldungen zu Ansteckungen hätten damals mit manuellem Aufwand ans Bundesamt für Gesundheit (BAG) übermittelt und bereinigt werden müssen. Zudem seien Meldungen über unterschiedliche Systeme erfolgt, die oft nicht miteinander verbunden gewesen seien.
Für einen wirksamen Schutz vor übertragbaren Krankheiten müssten Gesundheitsgefahren früh erkannt und rasch gemeldet werden, hiess es im Communiqué. Der Bund arbeite dafür eng mit Kantonen, Ärztinnen und Ärzten, Spitälern und Laboren zusammen.
Die ersten Basisfunktionalitäten der Plattform werden den Angaben zufolge bis Ende 2028 aufgebaut. Danach werden bis Ende 2034 verschiedene bestehende Meldesysteme schrittweise digitalisiert und integriert. Darunter ist das Sentinella-Meldesystem für Haus- und Kinderärzte. Zudem werden beispielsweise Daten aus dem Abwassermonitoring mit eingebunden.






