Studie

    In diesen Wohnorten lebt es sich besonders gut

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    Für Familien sind Zürich und Genf nicht die erste Wahl: Mittelgrosse Städte bieten laut einer Studie der UBS mehr Wohnattraktivität.

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    Mittelgrosse Städte bieten laut einer Studie der UBS mehr Wohnattraktivität. Für Familien. (Symbolbild) - pexels

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mittelgrosse Städte sind für Familien attraktiver als Zürich oder Genf.
    • Aarau und Schaffhausen sind bis zu 34 Prozent günstiger als Zürich.
    • Je nach Einkommen zählen Steuern, Wohnkosten und Infrastruktur unterschiedlich.

    Vor allem für Familien sind mittelgrosse Städte laut einer Studie der UBS attraktiver als die Grosszentren. Insbesondere die tieferen Lebenshaltungskosten sind dabei wichtiger als Faktoren wie die Standortqualität von Städten wie Zürich und Genf.

    Zu diesem Schluss kommt der am Donnerstag veröffentlichte Wohnattraktivitätsindikator 2026 des UBS CIO Global Wealth Management.

    Dazu hat die Grossbank Schweizer Gemeinden in zehn Regionen untersucht. Als Fallbeispiel wurde eine Familie mit zwei Kindern und einem jährlichen Bruttoeinkommen von 150'000 Franken gewählt.

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    Beispielsweise gehört Solothurn zu den Spitzenreitern der Rangliste. - pexels

    «Für Familien mit zwei Kindern sind mittelgrosse Städte in allen Landesteilen attraktiver als die Grosszentren.» Das sagt UBS-Ökonom Thomas Rieder anlässlich einer Videokonferenz.

    Angeführt werde die Rangliste von Kantonshauptorten wie Solothurn, Fribourg, Sion, Basel, Luzern, Aarau, Chur und St. Gallen. Sowie den «Mittelzentren» Vevey und Lugano.

    Derweil seien etwa Zürich und Genf nicht in den Top Drei vertreten.

    Punkten mit tieferen Lebenshaltungskosten

    Insbesondere der Kostenvorteil von mittelgrossen Städten habe die Rangliste beeinflusst.

    «Da diese Städte bereits eine gut ausgebaute Infrastruktur, vielfältige Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten sowie Zugang zu Bildung und Kinderbetreuung bieten, führen die deutlich tieferen Lebenshaltungskosten als in den Grosszentren zu deutlichen Vorteilen für die mittelgrossen Städte», so Rieder.

    So lägen die Kosten in Vevey rund 15 Prozent unter denen von Genf, in Aarau und Schaffhausen sogar 28 bzw. 34 Prozent unter dem Niveau von Zürich.

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    Zürich und Genf schneiden bei der Wohnattraktivität für Familien weniger gut ab. - pexels

    Zudem böten auch Agglomerationsgemeinden und ländliche Städte wie Zollikon, Baar, Granges-Paccot, Gaiserwald oder Morges eine hohe Wohnattraktivität.

    Hier schlagen laut UBS die gute Erreichbarkeit und hohe Lebensqualität zu Buche. Sowie oft tiefere Steuern oder Wohnkosten als in benachbarten Kleinzentren.

    Finanzielle Möglichkeiten

    Die Attraktivität eines Wohnorts hänge indes auch stark vom Haushaltstyp und den finanziellen Möglichkeiten ab. Haushalte mit hohem Einkommen dürften sich laut der Studie stärker an steuerlichen Vorteilen orientieren. Und auch in der Lage sein, höhere Wohnkosten zu tragen.

    Wo würdest du am liebsten mit deiner Familie wohnen?

    Dies mache für diese Klientel vor allem steuergünstige Gemeinden wie Freienbach, Cologny, Appenzell, St. Moritz oder Paradiso attraktiv.

    Haushalte mit niedrigerem Einkommen seien demgegenüber natürlich eher stärker durch die Lebenshaltungskosten eingeschränkt. Sie würden daher häufiger bezahlbare Kleinzentren, Agglomerations- oder ländliche Gemeinden mit ausreichender Infrastruktur wählen.

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    Kommentare

    User #3989 (nicht angemeldet)

    Sehr einseitiger Artikel. Schön wenn in Solothurn die Mieten und Lebenshaltungskosten noch günstiger sind als anderswo. Dafür hat es aber auch viele schlecht isolierte Bruchbuden und hässliche Vorortsquartiere.

    User #1942 (nicht angemeldet)

    Der AI-Moderator ist der Ansicht, dass das Pflegeangebot nicht unter die Wohnattraktivität fällt – das ist absurd, denn überall entscheidet das vorhandene Pflegenetzwerk darüber, ob Menschen dort wohnen wollen. Wenn das Pflegeangebot zu wünschen übrig lässt, entscheiden sich die Menschen für einen Ort, an dem das Pflegeangebot gut ist. Dies gilt für die Wochenbettpflege, die Altenhilfe, die Spitex, Erste-Hilfe-Stellen, die Erreichbarkeit des Rettungswagens in wenigen Minuten und vor allem das Angebot an Spitälern (Kantonsspitäler). Vergleicht man das Angebot des Kantonsspitals Solothurn mit dem des Kantonsspitals Aargau (/Bern), so ist das für manche Menschen ein Grund, Solothurn nicht attraktiv zu finden! Kinderbetreuung, vorhandene Schulen, … die gesamte soziale Infrastruktur zählt und nicht nur die Höhe der Mietpreise!

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