Das Auto dominiert den Schweizer Verkehrs-Alltag
Das Auto bleibt in der Schweiz das meistgenutzte Verkehrsmittel – sowohl im Alltag als auch in der Freizeit. Das zeigt eine neue Umfrage.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Auto bleibt dad meistgenutzte Verkehrsmittel in der Schweiz.
- Laut einer Umfrage würden jedoch viele bei günstigeren Preisen öfter den öV nutzen.
- Nutzung und Zufriedenheit unterscheiden sich je nach Region.
Das Auto ist in der Schweiz nach wie vor das beliebteste Verkehrsmittel im Berufsalltag und in der Freizeit. Dennoch ist auch der öffentliche Verkehr im Verkehrsalltag der Schweizerinnen und Schweizer fest verankert, wenn auch nicht zur Zufriedenheit aller. Dies ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts You-Gov, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.
53 Prozent aller Schweizerinnen und Schweizer nutzen das Auto für den Weg zur Arbeit und zur Ausbildung und 69 Prozent in der Freizeit. Beim öffentlichen Verkehr sind es 48 Prozent auf dem Arbeitsweg und 53 Prozent bei Freizeitaktivitäten.
Nur 21 Prozent nehmen das Velo zur Arbeit
Weit dahinter liegt die Nutzung des Velos. Hier sind es gemäss Umfrage 21 Prozent, die das Zweirad für den Weg zur Arbeit oder zu den Ausbildungsstätten nutzen und 35 Prozent, die in der Freizeit in die Pedale treten. Zu Fuss begeben sich ebenfalls 21 Prozent auf den Arbeitsweg, während 46 Prozent ihre Schritte in der Freizeit absolvieren.
Den Schwerpunkt setzte die Befragung auf die Zufriedenheit und auf Verbesserungswünsche im Zusammenhang mit dem öffentlichen Verkehr (öV). Hier stellte sich der Preis als Motivationsfaktor als wichtiges Kriterium heraus.

54 Prozent der Befragten hätten angegeben, bei Preissenkungen öfter das öffentliche Verkehrsmittel nutzen zu wollen. Dies sei mit einem Anteil von 66 Prozent vor allem von 15- bis 29-jährigen und zu 65 Prozent in der Westschweiz genannt worden.
Junge Befragte nutzen öffentlichen Verkehr am häufigsten
Die Gruppe der jungen Befragten ist auch die, welche den öffentlichen Verkehr am häufigsten nutzt, nämlich zu 71 Prozent für den Arbeitsweg und zu 67 Prozent in der Freizeit. Auf der anderen Seite finden sich die Tessinerinnen und Tessiner. Nur 34 Prozent von ihnen nutzen den öV für den Arbeitsweg und in der Freizeit.
Im Tessin ist man auch weniger zufrieden mit dem öffentlichen Verkehr – auf einer Siebenerskala habe eine Fünf resultiert, gegenüber dem Wert 5,5 in der Deutschschweiz. Dies dürfte nicht weiter erstaunen, denn von den öV-Nutzerinnen und Nutzern werde dieses Verkehrsmittel deutlich besser bewertet als von denen, die es nicht nutzen.

Bei der Frage nach der Zufriedenheit hätten sich Altersunterschiede ergeben. So seien die jüngeren öV-Nutzenden weniger zufrieden als die älteren. Zwischen den Geschlechtern seien hier aber kaum Unterschiede auszumachen gewesen.
Für die Studie wurden zwischen dem 25. Februar und dem 4. März 1281 Personen befragt. Die Ergebnisse seien repräsentativ für die Wohnbevölkerung zwischen 15 und 79 Jahren, hiess es.








