Staatsanwaltschaft beantragt 20 Jahre Haft für Kosovaren
Ein 57-jähriger Kosovare soll für 20 Jahre hinter Gitter. Anfang Jahr soll er seine Frau und seine Schwägerin in Hausen AG erstochen haben.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein 57-Jähriger soll in Hausen AG seine Frau und seine Schwägerin erstochen haben.
- Die Staatsanwaltschaft fordert nun 20 Jahre Haft für den Kosovaren.
- Der Beschuldigte leidet laut Gutachten an depressiven Störungen.
Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach verlangt, dass das Bezirksgericht Brugg einen 57-jährigen Kosovaren 20 Jahre hinter Gitter bringt. Sie sieht es als erwiesen an, dass der Mann am 8. Januar 2018 in Hausen AG seine Frau und seine Schwägerin erstochen hat.
Die Obduktion hatte ergeben, dass die 38-jährige Ehefrau des Beschuldigten an den Folgen von einer Stichverletzung im Brustbereich verstorben ist. Ihre 31-jährige Schwester erlag an drei Stichverletzungen ebenfalls im Brustbereich.

Die Tatwaffe, ein Messer, konnte am Tatort sichergestellt werden. Der Beschuldigte wurde vor Ort verhaftet. Er macht geltend, er sei von den Opfern angegriffen worden und habe in Notwehr gehandelt.
Freiheitsstrafe und ambulante Massnahmen
Die Staatsanwaltschaft geht laut eigenen Angaben von einem anderen Tatablauf aus. Dazu und zu den Hintergründen der Tat wird sie sich erst anlässlich der Hauptverhandlung äussern.

Das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten kommt zum Schluss, dass der Beschuldigte an einer depressiven Störung leidet. Die Staatsanwaltschaft beantragt deshalb zusätzlich zur Freiheitsstrafe von 20 Jahren eine vollzugsbegleitende ambulante Massnahme.
Weiter beantragt die Staatsanwaltschaft eine Landesverweisung von 15 Jahren. Der Beschuldigte befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug. Die Anklage ist am Bezirksgericht Brugg hängig.











